Zahl „1.000“ steht im Zentrum. Diesjähriges Motto lehnt sich ans Jubiläum der Pfarre an. Vorfreude bei den Kids ist groß.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 23. Juli 2014 (00:01)
NOEN, Kopitz
Landesrätin Barbara Schwarz - hier im Vorjahr mit Propst Maximilian Fürnsinn (links) und Bürgermeister Franz Zwicker - wird auch heuer wieder die NÖ Kindersommerspiele am Samstag, 23. August, offiziell eröffnen.

HERZOGENBURG / An den letzten beiden August-Wochenenden finden wieder die NÖ Kindersommerspiele statt. Mit der jüngsten Besprechung im Clemens-Moritz-Saal des Stiftes gingen die Vorbereitungen in die Zielgerade. Der Sprecher des Leitungsteams, Andreas Kickinger, hatte dazu alle Haupthelfer eingeladen. Propst Maximilian Fürnsinn war krankheitsbedingt verhindert.

Viele Kinder freuen sich trotz anschließendem Schulanfang schon den ganzen Sommer auf die Sommerspiele. Es werden wieder - so das Wetter hält - rund 18.000 Besucher erwartet. Das Motto des heurigen Festes lautet - angelehnt an das Tausendjahr-Jubiläum der Pfarre - „1, 2, tausend, viele . . .“. Und auf die Frage: „Wer zählt denn so?“ gibt es nur eine Antwort: „Kinder!“

„Ja, es stimmt, die Zahl 1.000 ist in diesem Jahr sehr präsent, denn die Pfarre ist tatsächlich 1.000 Jahre alt - und das ist eine Ewigkeit. Vor 1.000 Jahren gab es keine Autos, keine Handys und auch keine Computerspiele. Wir wollen diese Dinge auch außen vor lassen. Anstatt dessen kann man hier andere Sachen machen, für die es sonst keine Gelegenheit gibt: Aus gestampften Lehm einen Herd bauen, mit hunderten anderen Kindern eine mittelalterliche Polsterschlacht machen oder Hütehunden bei der Arbeit zuschauen“, so Andreas Kickinger mit Blick auf das umfangreiche Programm, das in einem 32-seitigen Heft aufgelistet ist.

Im Vorjahr hat es einige örtliche Veränderungen gegeben. Das Kinderland wurde vergrößert, das Kreativdorf in den Kapitelgarten verlegt. Außerdem wurde eine Chillout-Lounge geschaffen, bei der man den Abend bei Musik und kühlen Cocktails langsam ausklingen lassen kann.

Heuer stehen nur kleine Änderungen am Programm: Die Feuerwehr wird vor dem Georgi-Tor Aufstellung nehmen und der Südgarten des Stiftes wird als Rückzugsgelegenheit herhalten, wenn einem der Trubel zu viel wird.

Lenz ist Don Camillo, Artner der Peppone

Am ersten Wochenende wird es am Kirchenplatz keine Hüpfburg, dafür einen Radslalom geben, an beiden Samstagen gibt es die Lagerfeuermesse mit den „Wakaiuks“ (Jungscharkindern) - und natürlich gibt es auch ein Programm für die Erwachsenen. Am Freitag, 29. August, geht ein Konzert von „Die Stottern & Blech“, die mit dem „Amadeus“ und dem deutschen Weltmusikpreis ausgezeichnet wurden, über die Bühne. Höhepunkt wird aber die Komödie „Don Camillo und Peppone“ sein, bei der, so wie in der Originalfassung, wo Pfarrer und Bürgermeister aufeinanderprallen, auch in Herzogenburg Stadtpfarrer Mauritius Lenz und Vizebürgermeister Christoph Artner die beiden Kontrahenten sind.

Die Einnahmen des Saftstandes, den die Jungscharkinder betreiben, gehen heuer an die Kinderhilfsorganisation „Die kleine Pyramide“, die sich benachteiligter Kinder in Ägypten annimmt. Der Verein wurde 1998 in Trier gegründet, um armen, kranken oder verwaisten Kindern aus dem ägyptischen Luxor und den Dörfern der Umgebung zu helfen.

Selbstverständlich wird auch heuer wieder die „Weiße Feder von Herzogenburg“ verliehen, die Menschen auszeichnet, die etwas Besonderes für Kinder leisten. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre zählten die Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner für ein Kinderprojekt, die Schauspielerin Waris Dirie, die gegen die Beschneidung der Frauen eintritt, das Österreichische Jugendrotkreuz sowie die Kinderbuchautorin Lene Mayer-Skumanz, die „Toy-Run-Biker“ und die Stiftung „Kindertraum“.

Offizielle Arbeit startet  bereits am 8. August

Am Freitag, 8. August, ist es so weit: Mit der „Sendungsfeier“ abends in der Stiftskirche beginnt die offizielle Arbeit an den heurigen Kindersommerspielen. Anschließend werden die Männer des Kameradschaftsbundes - und heuer natürlich auch Frauen, um dem „Gender-Mainstreaming“ gerecht zu werden - mit dem Aufbauen der großen Arena am Kirchenplatz beginnen.