Zweiter Platz für Weissinger aus Inzersdorf. Winzerhof aus Inzersdorf konnte sich im blau-gelben Spitzenfeld etablieren.

Von Lisa Zederbauer. Erstellt am 29. Juli 2020 (04:37)
Herbert Weissinger: „Ich freue mich natürlich sehr über die Platzierung bei der Landesweinprämierung, obwohl meine perfektionistische Seite doch leicht unzufrieden ist. Der zweite Platz ist eben nur der zweite Platz und nicht der erste – dieser ist definitiv eines meiner Ziele. Der Sauvignon Blanc, der hier ausgezeichnet wurde, ist wirklich ein besonderer Wein, der geschmacklich mit seiner Fruchtfülle und seiner duftigen Nase nach schwarzer Johannisbeere überzeugt.“
Lisa Zederbauer

Die NÖ Landesweinprämierung ist schon lange ein Fixpunkt im Weinjahr. 836 Betriebe stellten sich dieses Jahr dem größten Weinwettbewerb des Landes und haben insgesamt rund 5.200 Weine zur Verkostung eingereicht.

Die besten Weinbaubetriebe in NÖ werden in der Regel bei der längst traditionellen Weingala ausgezeichnet. Wie viele Initiativen und Veranstaltungen musste auch die Landesweinprämierung, die heuer bereits zum 33. Mal stattgefunden hat, zu einem späteren Zeitpunkt abgehalten werden. Der Festakt musste dieses Jahr abgesagt werden. Um die Sieger dennoch auszuzeichnen und vor den Vorhang zu holen, hat sich der NÖ Weinbauverband aufgemacht, um die Betriebe zu besuchen und den prämierten Winzern ihre Auszeichnungen zu überreichen.

„Wir legen sehr viel Wert auf Handarbeit“

Mit dabei ist auch der Winzerhof Weissinger aus Inzersdorf, der einzige Betrieb aus dem Weinbaugebiet Traisental, der mit Platz zwei für einen Sauvignon Blanc einen Podestplatz erreichte.

Seit 1997 kreiert Herbert Weissinger exzellente Weine aus Trauben, die er naturnah in südlich gelegenen Weingärten reifen lässt. „Wir legen sehr viel Wert auf Handarbeit in unserem Betrieb, die Qualität des Weins für unseren Familienbetrieb steht an höchster Stelle“, betont Weissinger. Dieses Jahr wurde vom Winzerhof ein Sauvignon Blanc eingereicht: „In die Kreation unseres Sauvignon Blanc ist sehr viel harte Arbeit eingeflossen und schlussendlich wurden wir mit einem Wein belohnt, der einen sanften Duft von schwarzer Johannisbeere hat und geschmacklich mit seiner finessenreicher Aroma- und Fruchtfülle überzeugt.“

Obwohl sich Weissinger über seinen zweiten Platz freut, kann er sich als selbstproklamierter Perfektionist nicht ganz zufriedengeben: „Gut ist eigentlich nicht gut genug, so geht es mir auch beim zweiten Platz. Trotzdem ist es eine Wertschätzung für die viele harte Arbeit, die wir in diesen Wein investiert haben. Mein Ziel für die Zukunft ist es definitiv den ersten Platz zu belegen.“

Es ist nicht die erste Auszeichnung, die der Winzerhof für eine seiner Kreationen bekommt, bereits in den Vorjahren konnte man gute Platzierungen bei der Landesweinprämierung erreichen.

In 18 unterschiedlichen Kategorien wurden die besten Weine aus NÖ gekürt, die künftig das diesjährige Landessieger-Siegel tragen dürfen. Bei den Winzern wie auch bei den Konsumenten hat sich die Auszeichnung längst als anerkannte Qualitätsbestätigung und geschätzte Orientierungshilfe auf der Suche nach den besten Weinen etabliert.

„Weingut des Jahres“ kommt aus Wachau

Mit zwei Landessiegern und einem Finalisten wurde das Weingut Hofstätter aus Spitz an der Donau zum besten Betrieb gekürt. Das Weingut des Jahres kommt damit erstmals aus der Wachau. Mit dem Sieg in den Kategorien Riesling sowie Sortenvielfalt weiß, Sorte Neuburger, machte das Weingut Hofstätter das Rennen um diese begehrte Auszeichnung.