Urkundenfälschung? Zwei Löcher – ein glatter Freispruch. Löcher in Begutachtungsplakette brachten 51-Jähriger aus dem Bezirk Krems vor den Richter. Aber: „Pickerl“ dürfte wohl durch Gerümpel beschädigt worden sein.

Von Alex Erber. Erstellt am 11. September 2019 (05:12)
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Symbolbild

Nach zehn Jahren ist die Lebensgemeinschaft eines Lkw-Fahrers aus einer kleinen Gemeinde im Bezirk Krems und seiner Partnerin zerbrochen. Die Polizei kam, um die gerichtlich angeordnete Rückgabe von Dingen, die der Frau gehören, sicherzustellen.

Der 51-Jährige hatte das „Klumpert“, wie er sagte, schon hergerichtet und transportierte es nach Nussdorf im über 30 Jahre alten Auto der Ex, das etwa zehn Jahre lang in der Garage gestanden war. Damit nahm das Unglück für den Mann seinen Lauf.

Denn nachdem er die „Krax‘n“ am Parkplatz des Heurigenlokals Getzinger abgestellt hatte, bemerkte ein Polizist, dass sich auf der Begutachtungsplakette („Pickerl“) zwei Löcher befinden.

Wegen Urkundenfälschung landete der Lenker nun auf der Anklagebank des Landesgerichtes St. Pölten, die er wenig später rechtskräftig freigesprochen wieder verlassen konnte. Denn der Richter folgte dem Argument des Mannes, dass das Auto, bei dem nur mehr die Handbremse funktionierte, und vermutlich auch die Plakette durch abgelagertes Gerümpel beschädigt worden wären. Der Wagen landete unmittelbar nach dem Vorfall in der Schrottpresse.