Erstellt am 27. Juni 2015, 06:26

von Thomas Heumesser

„Eheweg“ feiert Premiere. In Österreich bisher einzigartig: Sieben künstlerisch gestaltete Stationen begleiten die rund drei Kilometer lange Strecke. Zur „Erstbegehung“ wird Diözesanbischof Küng erwartet.

Freuen sich auf die offizielle Erstbegehung des »Eheweges«: Alfred und Sylvia Eilmer, Alois und Ingrid Neuhauser (von links).  |  NOEN, Heumesser

Ein großer Tag: Am Sonntag, 28. Juni, wird der erste „Eheweg“ Österreichs erstmals begangen. Anlass zu diesem Projekt ist das 40-jährige Jubiläum der Aufstellung des Mariensteins in Obritzberg. Dieser Stein wurde unter anderem zum Gedenken an das 30-jährige Kriegsende, welches sich heuer zum 70. Mal jährt, aufgestellt.

Wie wichtig ist jungen Menschen Familie für ihr eigenes Leben? Nach einer Studie des Bundesministeriums für Familie und Jugend steht eine eigene Familie weit oben in der Werteskala von jungen Menschen - noch vor Berufsausbildung und Arbeit. „Familie ist Grundlage und Nährboden für positive Lebensentwicklung. Gelingende Partnerschaft ist dafür die Voraussetzung“, sagen Ingrid und Alois Neuhauser, die Initiatoren des „Eheweges“.

Ausgangspunkt ist der Kirchenplatz

Dies sei auch ein großes Anliegen vieler Familien aus der ganzen Diözese St. Pölten. Auf Initiative der Schönstatt-Familienbewegung in Zusammenarbeit mit der Diözese und der Pfarre Obritzberg ist mit dem ersten österreichischen „Eheweg“ ein tolles Projekt entwickelt worden.

Der „Eheweg“ ist ein Rundwanderweg mit einer Länge von knapp drei Kilometern. Ausgangspunkt ist der Kirchenplatz in Obritzberg. Sieben künstlerisch gestaltete Stationen aus Holz, Metall oder Stein begleiten den Weg.

Die Textinhalte der Stationen bieten Paaren neben einem Spaziergang Anregung zum Gespräch über ihre Beziehung. Paare sollen dadurch gestärkt und zur Weiterentwicklung ihres Miteinanders motiviert werden. Die Kosten werden hauptsächlich durch Sponsoren und Spender berappt.

Fest beginnt mit Familienmesse

Am 28. Juni beginnt das Fest um 9.30 Uhr mit einer Familienmesse, gestaltet von den Schönstatt-Familien. Anschließend wird im Pfarrgarten gefeiert, auf dem Programm stehen: Frühschoppen, Tombola, Kinderprogramm. Um 13 Uhr finden Impulsreferate zu den Stationsthemen - reden, versöhnen, vertrauen, weitergeben, wertschätzen, reifen, orientieren - statt.

Familienbischof Klaus Küng ist von der Idee des „Eheweges“ begeistert und kommt um 15.30 Uhr, um mit den Familien den „Eheweg“ gemeinsam zu gehen. Um 16.30 Uhr finden die Jubiläumsfeier „40 Jahre Marienstein (70 Jahre Kriegsende)“ und die Segnung des „Eheweges“ beim Marienstein statt.