Glasfaser-Projekt ist auf der Zielgeraden. Mit einer Enthaltung beschlossen die Mandatare in Obritzberg-Rust den Auftrag an die Firma Leyrer & Graf zur Fertigstellung der Bauarbeiten.

Von Thomas Heumesser. Erstellt am 03. März 2021 (04:11)
Freuen sich, dass sich das Lichtwellenleiter-Projekt seinem Ende nähert: Bürgermeisterin Daniela Engelhart und Vizebürgermeister Franz Hirschböck (beide ÖVP).
Thomas Heumesser

Zügig ist die jüngste Sitzung des Gemeinderates über die Bühne gegangen. Schauplatz war der Sitzungssaal im Gemeindezentrum, wo genügend Platz vorhanden ist, um die Corona-Maßnahmen einhalten zu können. Entschuldigt fehlten die Gemeinderäte Michael Hauser (Liste „Wir“) und Josef „Joe“ Thoma (SPÖ).

Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Gemeinderätin Petra Kocnar (Liste „Wir“) berichtete von einer unangemeldeten Kassenüberprüfung. Demzufolge befanden sich in der Handkasse 1.692,62 Euro, am Hauptkonto 317.490,95 Euro sowie auf dem Konto „Kassenkredit“ 615.196,83 Euro, was eine Gesamtsumme von 934.317,40 Euro ergibt. ÖVP-Bürgermeisterin Daniela Engelhart nahm diesen Bericht zur Kenntnis.

Schalhas: „Unseriös und unmoralisch“

Amtsleiterin Sandra Bogner informierte über eine neue Fristeinteilung für den Rechnungsabschluss. Als Stichtag wurde einstimmig der 31. Jänner fixiert.

Das Lichtwellenleiter-Projekt biegt langsam, aber sicher in die Zielgerade ein. Mit der Fertigstellung des Glasfasernetzes ist die Firma Leyrer & Graf beauftragt worden. Drei Baufirmen hatten Anbote übermittelt, alle drei Unternehmen wurden zur Nachbesserung eingeladen. Von dieser Möglichkeit machte allein die Firma Leyrer & Graf Gebrauch. Die Auftragssumme beläuft sich letztlich auf 750.000 Euro, 42.000 Euro unter dem Anbot der nächstplatzierten Firma.

Geschäftsführender Gemeinderat Franz Schalhas (Liste „Wir“ bezeichnete das Anbot als „unseriös und unmoralisch“, zumal die Differenz zwischen erstem und nachgebessertem Anbot doch erheblich war. Schalhas enthielt sich der Stimme, alle anderen Mandatare votierten für die Auftragsvergabe an die Firma Leyrer & Graf.

Auch die Materialen für die LWL-Fertigstellung wurden ausgeschrieben. Zum Zug kam jenes Unternehmen, das schon das bisherige Material geliefert hat, die NT & IT GmbH. Die Kosten belaufen sich demnach auf 62.000 Euro. Einstimmig fasste der Gemeinderat sicherheitshalber eine Rahmenvergabe von 80.000 Euro.

Umfrage beendet

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