Kampf um mehr Termine im Gemeinderat. Bisher sind vier Treffen angesetzt. „Das reicht nicht aus“, stellt Bürgerliste „Wir“ fest. VP-Bürgermeisterin Daniela Engelhart will bei Bedarf zusätzliche Sitzungen einberufen.

Von Alex Erber. Erstellt am 17. Januar 2018 (12:36)
Symbolbild
Shutterstock/Denis Kuvaev

Als Gemeinderat Franz Marchat von der oppositionellen Bürgerliste „Wir“ die Sitzungstermine für das heurige Jahr studierte, schrillten bei ihm, er ist auch Obmann des Prüfungsausschusses, die Alarmglocken. Denn anders als bisher sind nur noch vier Sitzungen fix terminiert, und zwar am 20. März, 26. Juni, 25. September und 11. Dezember.

Marchat in einem Schreiben an VP-Bürgermeisterin Daniela Engelhart: „Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass vier Gemeinderatssitzungen ausreichen. Unsere Gemeinde steht vor großen Herausforderungen, wie beispielsweise die weitere Vorgangsweise beim Lichtwellenleiter, höchst notwendige Umwidmungen, Erhebungen Kanal und Wasser durch den Gemeindeverband für Umweltschutz und Abgabeneinhebung oder Budgetsanierung. Zumindest alle zwei Monate wäre ein Zusammentreffen sinnvoll.“

"Zumindest alle zwei Monate wäre ein Zusammentreffen sinnvoll"

Er verstehe die Sinnhaftigkeit dieses Sitzungsplans nicht, vielleicht wolle man allerdings nur die Opposition in ihren Mitteln beschränken. Marchat: „Wenn dem so wäre, finde ich das eigentlich schade. Außerdem machen dann die Sitzungen des Prüfungsausschusses wenig Sinn, wenn sie Monate später erst behandelt werden!“

Ortschefin Engelhart lässt durchklingen, dass es nicht bei den vier Sitzungen bleiben wird: „Ich habe es auch schriftlich festgehalten, dass die Termine einerseits geändert werden können, andererseits im Bedarfsfall zusätzliche Sitzungen einberufen werden können. Selbstverständlich werden die Mandatare vor zusätzlichen Sitzungen rechtzeitig informiert.“

Ein zweiter Aufreger aus der Gemeinde: In der Gemeindezeitung, die vor Weihnachten erschienen ist, war eine Aussendung der VP beingelegt. „Gemeindezeitung und Aussendung wurden getrennt aufgegeben und natürlich auch getrennt bezahlt“, versichert Daniela Engelhart.

Auch Gemeinderat Marchat weiß mittlerweile, dass es sich hierbei offenbar um einen Fehler der Post gehandelt hat.