SP-Chef attackiert die Bauern frontal. SP-Vorsitzender Josef „Joe“ Thoma attackiert die VP und speziell die Bauernschaft frontal. Altbürgermeister Gerhard Wendl: „Blanker Neid eines erfolglosen Nichtskönners.“

Von Alex Erber. Erstellt am 06. August 2019 (04:32)
NOEN, Foto: privat
SP-Gemeinderat Josef Thoma

Wenn Politiker Reime verfassen, geht das Ganze oft nicht gut aus. In der Dichtkunst hat sich wie aus heiterem Himmel auch SP-Vorsitzender Gemeinderat Josef „Joe“ Thoma versucht. Seine Zeilen, die er in sozialen Netzwerken veröffentlichte, kamen bei der VP alles andere als gut an.

„Jo, so sans, de VP-Bauersleit und Freind in Obritzberg-Rust-Hain“, leitete Thoma sein Gedicht ein. „Korruption und Freunderl dort und drüben, die VP probiert‘s und muss noch üben. Die Aussicht wird immer bleder, denn die SP kommt immer näher.“

Und weiter heißt es: „Se versuchen, de Oarmen zu sein, doch in Wirklichkeit wollen‘s nur mehr Schulden und vor der Wohl Eich damit blenden. Drum seit‘s net bled und wählt‘s net den Wolf im Schafspelz.“
Zur Kontrollfunktion der Opposition reimt Thoma: „Wir schauen überol eine und ohne Schulden woll‘n mia bauen, damit verärgern wir unsere Knecht‘n und de Bau‘n.“ Abschließend stellt er fest, dass die SP „auch im Sommer hackelt.“

VP-Bürgermeisterin Daniela Engelhart mutmaßt, dass das Gedicht „in Hitzewallung“ verfasst worden sei. „Möglicherweise hatte Thoma einen Sonnenstich. Ein Inhalt ist nur mäßig erkennbar, dass er so auf die Bauern hinhaut, hat mich persönlich fürchterlich gestört.“
Ihr Vorgänger Gerhard Wendl meldet sich stets zu Wort, wenn es um Belange der Landwirtschaft geht: „Das ist der blanke Neid eines erfolglosen Nichtskönners auf die Bauernschaft.“

Thoma freut sich: „Ich bin keineswegs ausgezuckt. Jetzt sind sie nervös. Denn das Gedicht war erst der Anfang.“