Übersiedlung des Beachvolleyball-Platzes ist fast fix. Tennisclub stimmte für Reduktion der eigenen Anlage um einen Platz. Damit dürfte der Weg frei sein für die Beachvolleyballer und die von der VP angestrebte Lösung.

Von Alex Erber. Erstellt am 16. April 2019 (14:01)
Grünes Licht für die Implementierung des Beachvolleyballplatzes: Martin Pinz, Andreas Siebenhandl, Gabriele Engelhart, Sandra Edlinger, Christa Lehner, Ruth Gruber, Josef Lehner, Alois Schuster (von links).
Raphael Lehner

Die Generalversammlung des Union Tennisclubs Obritzberg-Rust in der Weinschenke Korntheuer war von einer Frage beherrscht: Kann und soll der Beachvolleyballplatz in die Anlage integriert werden?

Zunächst begrüßte Obmann Josef Lehner die anwesenden Mitglieder sowie geschäftsführenden Gemeinderat Thomas Amon (VP) und die Obfrau der Sportunion Obritzberg-Rust, Anna Kühmayer.

Obmann Lehner berichtete, dass der UTC schon seit vielen Jahren mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen hat und dass daher auch die finanzielle Situation im Verein immer schwieriger wird. Das mittlerweile sehr vielfältige Angebot an Freizeitbeschäftigungen und Sportarten ist wahrscheinlich einer der Gründe davon. Lehner: „Im Vorjahr hatten wir beim Kinderkurs in den Ferien die Rekordteilnahme von 31 Kindern. Davor und danach spielten leider nur zehn Kinder mit Trainer Konstantin Unfried.“

Aufgrund der Frequenz der Plätze und der Finanzlage wurde vom Ausschuss bereits im vergangenen Herbst besprochen, dass für heuer nur mehr zwei der drei Plätze instandgesetzt werden, konkret die Plätze eins und zwei.

Es stehen weiters einige Sanierungen vom Haus und an der Mauer der Plätze zwei und drei auf dem Programm. Im Anschluss ging es um die „Causa prima“, die mögliche Errichtung des Beachvolleyballplatzes auf dem Tennisplatz eins.

Der Vorstand hat die Verlegung befürwortet

Geschäftsführender Gemeinderat Thomas Amon berichtete, wie es seinerzeit zur Errichtung des Platzes gekommen war und dass eine Verlegung deshalb angedacht ist, weil die Gemeinde das Grundstück nicht erwerben kann und man immer wieder um eine Pachtverlängerung ansuchen muss. Das wäre danach nicht mehr der Fall, da der Grund, auf dem sich die Tennisanlage befindet, der Marktgemeinde gehört.

Im Vorfeld hatte es in diesem Zusammenhang bereits ein Treffen gegeben, bei dem Vertreter der Marktgemeinde, Vorstandsmitglieder des UTC, die Vertreter der Landjugend Hain, Rust und der JVP sowie des Dorferneuerungsvereines Großrust anwesend waren. Bei dieser Zusammenkunft ist diese Variante diskutiert worden.

Obmann Josef Lehner und die Vorstandsmitglieder befürworten die Verlegung, da sie möchten, dass die Anlage inklusive Vereinshaus genützt wird. Da sehr viele der Beachvolleyballer auch an den Kinderkursen teilgenommen haben, wäre es seitens des UTC erfreulich, wenn diese auch den Tennissport wieder neu entdecken würden.

Votum: 75 Prozent für Beachvolleyballplatz

Bei der nunmehrigen Abstimmung kamen die Mitglieder zu dem Ergebnis, dass man den Beachvolleyballplatz verlegen könnte, wenn die Rahmenbedienungen klar vereinbart sind, und zwar vermutlich auf den Platz eins. 75 Prozent der Mitglieder präferieren diese Lösung, 25 Prozent sind dagegen.

Geschäftsführender Gemeinderat Thomas Amon in einer ersten Reaktion: „Ich bin dem Vorstand des UTC dankbar für die Bereitschaft, weitere Gespräche über die Verlegung des Beachvolleyballplatzes auf das Tennis-Gelände zu führen. Als Gemeinde sind wir interessiert an einer Lösung, die allen Beteiligten nutzt und somit von allen getragen wird - und von einer, die langfristig abgesichert ist. All das wäre auf dem Tennisplatz 1 gegeben. Insofern bin ich zuversichtlich. Und ich freue mich, dass man hier einmal mehr sieht, dass wir unsere Dörfer am besten dann lebenswert gestalten und erhalten können, wenn wir miteinander reden und gemeinsam Projekte umsetzen.“

Bei den anschließenden Neuwahlen ist Obmann Josef Lehner wiedergewählt worden (siehe Infobox rechts). Die Plätze werden in dieser Woche instandgesetzt, der Kinderkurs findet heuer im Rahmen des Ferienspiels in der dritten Ferienwoche von 15. bis 19. Juli statt.