Kleine Prinzessin auf großen Spuren. Natascha-Raffaela Plank ist erst elf Jahre jung, beherrscht die Panflöte aber schon perfekt.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 18. Dezember 2017 (12:00)
Weil Bürgermeister Franz Zwicker damals von Nataschas Auftritt in der Freizeithalle nichts wusste und deshalb auch keine Blumen für sie parat hatte, holte er dies kürzlich nach, als er sie und ihre Mutter Michaela Plank und Oma Hermine Berger (von links) ins Rathaus einlud.
NOEN, Hans Kopitz

Eine Überraschung gab es für viele Besucher in der Anton-Rupp-Freizeithalle, als die „Königin der Panflöte“, Daniela de Santos, die junge Herzogenburgerin Natascha-Raffaela Plank auf die Bühne holte, denn diese Aktion war nicht vorgesehen gewesen. Die „Panflötenprinzessin“, die im Jänner zwölf Jahre alt wird, spielt seit ihrem vierten Lebensjahr dieses Instrument und durfte mit Daniela auftreten.

„Seit meine Mutter damals die dreieinhalbjährige Natascha zu einem Panflötenkonzert mitgenommen hat, war es um sie geschehen, sie wollte unbedingt auch dieses Instrument spielen. Ein Kinderwunsch, wie viele andere auch, dachten wir uns, aber sie hörte nicht auf, uns damit in den Ohren zu liegen“, so die Mutter Michaela Plank, die damals mit Daniela de Santos Kontakt aufgenommen und ihr die Situation geschildert hat.

Diese sagte zu ihr, wenn ein Kind so fest davon überzeugt ist, muss man etwas machen und vermittelte ihr einen Flötenbauer, der nach einem Foto von Natascha und ihren Charaktereigenschaften eine Panflöte für sie gebaut hat.

Von Daniela bekam sie eine DVD und sie hat sich die Beherrschung dieses Instruments – nachdem sie stundenlang die Lippenbewegungen der „Panflötenkönigin“ studiert hatte – selbst beigebracht.

„Ungeschliffener Rohdiamant“

Über ein Inserat hat Michaela Plank einen pensionierten Linzer Hochschulprofessor kennengelernt, dem sie die Gegebenheiten geschildert hat und es nicht glauben konnte, bis er in die Stiftsstadt gekommen ist, um Natascha selbst zu hören. „Er sagte uns, das Kind ist ein ungeschliffener Rohdiamant und es wäre natürlich positiv, wenn sie in Linz studieren könnte, aber in diesem Alter ist es ihr noch nicht zumutbar.“

Seitdem spielt Natascha ihr Lieblingsinstrument mit großer Begeisterung bei vielen Feiern und Gottesdiensten, wie erst kürzlich in Langenlois und Maria Langegg.

Bei der Wisa heuer in St. Pölten trat sie unter anderem mit dem Zillertaler Hochzeitsmarsch und mit „El Condor Pasa“ auf – und auch beim NÖN-Talente-Bewerb 2016 mischte sie ganz vorne mit.