Erst 19, aber schon Wissenschaftspreisträger. Bewerb „Sciene Fair“: Markus Willach aus Adletzberg schaffte mit Forschungen zum Weinstein den absoluten Durchbruch.

Von Alex Erber. Erstellt am 14. Oktober 2019 (08:10)
privat
Preisverleihung: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Mario Strauß, der Direktor der Höheren Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg, Reinhard Eder, Markus Willach und Theresia Eder, die Gattin des Direktors, gleichzeitig Bildungsstadträtin in Klosterneuburg (von links).

Seit über 50 Jahren vergibt das Land NÖ Wissenschaftspreise für besondere Leistungen von Forschern, seit acht Jahren geschieht dies im Rahmen einer glanzvollen Wissenschaftsgala im Auditorium Grafenegg.

Einen dieser begehrten Preise hat heuer der Adletzberger Markus Willach (19) erhalten. „Sciene Fair“ ist ein schulischer Wettbewerb, bei dem Schüler im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung vorwissenschaftliche Projekte präsentieren können. Diese Projekte werden im Unterricht gemeinsam mit Wissenschaftlern aus NÖ Wissenschaftseinrichtungen umgesetzt. Im Zuge der heurigen Wissenschaftsgala wurde die Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg für das Projekt „Neuartige Weinsteinstabilisierung mit polymeren Aminosäureprodukten“ ausgezeichnet. Genau Die Forschungen zu diesem Projekt haben Markus Willach und Mario Strauß, er stammt aus der Südsteiermark, im Rahmen ihrer Reife- und Diplomprüfung durchgeführt.

Schutzschild über Moleküle

Willach, er hat die fünf Jahre dauernde Ausbildung an dieser Schule im Juni mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen, erklärt in kurzen Worten, worum es geht: „Aus Weinsäure und Kalium bildet sich der Weinstein, der an sich unschädlich, aber nicht willkommen und in manchen Ländern sogar verboten ist. Jetzt gibt es ein neues Mittel, wie man die Bildung von Weinstein verhindern kann. Man setzt eine Substanz zu, die in ähnlicher Form im Spargel vorkommt, sie bildet einen Schutzschild über Moleküle und Verbindungen und verhindert so die Bildung von Weinstein. Bei Weißwein funktioniert das Ganze, bei Rotwein sind derzeit verschiedene Untersuchungen im Gange aus.

Zum Preis gratulierte nicht nur Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Auch die Eltern Erna und Martin, die in Adletzberg einen Heurigen führen, sind sehr stolz auf ihren Sohn, der höchstwahrscheinlich einmal den Betrieb übernehmen wird.

Wie man‘s macht, erfährt Markus Willach nicht nur daheim, sondern aktuell auch auswärts bei Vornamens-Vetter Markus Huber in Reichersdorf. „Aber nicht mehr lange, denn ab November ruft der Präsenzdienst“, erklärt der Preisträger im NÖN-Gespräch.