Region Herzogenburg flimmerte über die Kino-Leinwand. Doku mit Schülern als Schauspieler wurde im Megaplex präsentiert. Viele Szenen waren im Perschlinger Bauernmuseum entstanden.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 12. Juli 2019 (06:08)
Lisa Röhrer
Stolz auf die gelungene Film-Premiere sind Heidi Kneissl (links) und Anita Lackenberger (rechts) sowie die Darsteller Lena Dvoracek und Lukas Lienbacher. Für das Mitspielen in der Theatergruppe wurden Simon Schlager-Wanger, Marc Friedl, Leonie Scholz und Naida Edrenic von der Neuen Mittelschule Viehofen mit einem „Oscar“ geehrt.

Statt zum See oder ins Freibad zog es bei den hochsommerlichen Temperaturen kürzlich viele St. Pöltner ins Kino. Gesorgt hatte dafür aber nicht etwa irgendein Hollywood-Schinken, der über die Leinwand flimmerte, sondern eine historische Film-Doku, die (auch) in der Region Herzogenburg gedreht wurde.

Riesig auf der Leinwand des Hollywood-Megaplex zu sehen war „Das erste Jahr“ von Regisseurin Anita Lackenberger. Gezeigt wurden in dem Film, der vom Jahr 1919 erzählt, Bilder der Landschaft der Region Herzogenburgs. Viele Szenen waren außerdem im Bauernmuseum der Familie Buchinger in Weißenkirchen gedreht worden. „Von dort hatten wir auch tolle Requisiten“, erzählt Projektleiterin und Lehrerin Heidi Kneissl.

Die Darsteller des Films waren alle Schüler der Neuen Mittelschule Viehofen. Mit großem schauspielerischen Können erzählen sie in der Doku von den prekären Verhältnissen, die auch nach dem Ende des Ersten Weltkriegs noch herrschten. Hunger, Armut und Gewalt standen an der Tagesordnung. Eine Szene – ebenfalls gedreht im Bauernmuseum der Familie Buchinger – erzählte etwa auch davon, wie schwierig es war, als die Väter aus dem Krieg wieder zurück nach Hause kehrten, ihren Kindern mittlerweile aber völlig fremd geworden waren.

Heidi Kneissl strahlte nach der Premiere: „Die Kinder haben so viel geleistet, das ist unglaublich. Ich bin stolz auf sie.“