Tritte gegen Polizisten: Herzogenburger (21) rastete aus

21-Jähriger war schwer alkoholisiert, als Beamte sein Auto anhielten. Der junge Mann rastete in der Folge total aus.

Erstellt am 24. November 2021 | 04:21
Kampf Gewalt Tritt Symbolbild
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Foto: Von igorstevanovic, Shutterstock.com

Widerstand gegen die Staatsgewalt und schwere Körperverletzung wurden einem 21-Jährigen vorgeworfen, der sich deswegen bei einem Prozess am Landesgericht St. Pölten verantworten musste.

Der schmächtige junge Mann hat vier Jahre Volksschule absolviert, danach die Hauptschule besucht. Eine weitere Ausbildung gibt es nicht, er ist ohne Beschäftigung. Da hat man dann natürlich den ganzen Tag, Party zu machen. Mit zwei Freunden und reichlich Alkohol: „Zehn Gläser Wein werden es wohl gewesen“, schätzt der Angeklagte beim Prozess.

Abends setzte er sich hinter das Steuer seines Autos und geriet prompt in eine Verkehrskontrolle. Die Beamten hatten es nicht schwer, ihre Aufmerksamkeit auf das Fahrzeug zu richten: Es war ohne Licht und in Schlangenlinien unterwegs.

Kamera zeichnete das Geschehen auf

Nach der Anhaltung führte sich der Sturzbetrunkene auf wie ein Berserker, trat wie wild auf die Beamten ein und beschimpfte sie übel. Bei der Gerichtsverhandlung war Leugnen zwecklos. Die fehlende Erinnerung wurde durch ein Video kompensiert, das selbstredend war. Ein Polizist hatte eine Kamera am Körper getragen, die das Geschehen penibel dokumentierte.

„Es tut mir leid“, entschuldigte sich der junge Mann schließlich bei den beiden Beamten der Polizeiinspektion Herzogenburg.

Die Richterin verurteilt den Österreicher schließlich zu drei Monaten bedingter Zusatzstrafe (nicht rechtskräftig). Er hat erst vor wenigen Wochen eine bedingte Haftstrafe im Ausmaß von 18 Monaten ausgefasst, die Vorstrafe ist einschlägig, auch beim damaligen Ausraster war Alkohol im Spiel. Überdies muss er den Beamten Schmerzensgeld, 400 beziehungsweise 300 Euro, bezahlen.

Mittlerweile hat der Mann eine Freundin und einen festen Wohnsitz. Dem Alkohol möchte er fortan entsagen: „Bleiben Sie auf diesem Weg, ansonsten schaut es nicht gut aus für Sie“, gibt ihm die Richterin mit auf den Weg.