2019 ist ein schlechtes Jahr für Honig. Heuer ist kein gutes Jahr für die Bienen. Vor allem das Wetter machte ihnen schwer zu schaffen. Das spürt man auch in Herzogenburg.

Von Cornelia Weninghofer. Erstellt am 06. September 2019 (03:24)
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2019 ist ein schlechtes Jahr für Honig. Es wird in Drittel weniger Ernte als im vergangenen Jahr erwartet. Der Obmann der Herzogenburger Ortsgruppe des Imkerverbandes, Josef Ziegelwanger, sieht die Situation allerdings nicht so dramatisch. Seine Bienenstöcke stehen in Inzersdorf, Herzogenburg und in Wilhelmsburg. „Früher, als ich mit den Bienen anfing, hat jedes Volk ungefähr 15 Kilo an Honig gebracht. Heutzutage bringt jeder Stock um die 40 Kilo“, erzählt er.

"Zementhonig" als großes Problem

Mit dem Melititosehonig, besser bekannt als Zementhonig, der dieses Jahr ein großes Thema ist, hat Ziegelwanger selbst nicht viele Probleme. Allerdings: Einigen seiner Kollegen macht er zu schaffen. Meltitosehonig entsteht nur bei Waldhonig, und zwar durch den Honigtau der Läuse, die auf Lärchen leben. „In unsere Umgebung gibt es wenig Wald, deswegen haben wir das Problem nicht.“, erklärt Ziegelwanger.

Einfluss habe aber sicher auch die Höhenlage. „Ich habe Stöcke im Kendlgraben bei Wilhelmsburg und Kollegen, die dort ihre Stöcke weiter oben auf den Bergen stehen haben, kämpfen schon mit Zementhonig.“ Dieser setzt sich tief in den Waben ab und kristallisiert dort schnell. Er kann von den Bienen nur schwer verdaut werden und bereitet ihnen Beschwerden, was im Winter ein Problem werden kann. Im Sommer kommen sie allerdings damit zurecht.

Vor allem das Wetter im heurigen Frühjahr hat die Bienen ziemlich mitgenommen. Durch die Temperaturschwankungen haben sich die Bienen zu Beginn in der Wärme schnell vermehrt, hatten allerdings bei der wiederkehrenden Kälte zu wenig Nahrung. „Wichtig sind für die Bienen vor allem die Blumenwiesen, die leider mittlerweile ziemlich rar sind. Ich sage immer ,Jede Blume zählt‘, meint Imker Ziegelwanger.