Bezirksjägertag: 400 Jäger mehr als bisher. Herausforderung: Zum Bezirk St. Pölten sind die Hegeringe Purkersdorf und Pressbaum hinzugekommen.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 10. Mai 2017 (05:18)
NOEN, Buchinger
Beim Bezirksjägertag in Altlengbach: die Ehrenbezirksjägermeister Walter Kortan und Josef Petschko, Landesjägermeister Rupert Gruber, Nationalratsabgeordneter Johann Höfinger, Bürgermeister Michael Göschelbauer, Landtagsabgeordnete Doris Schmidl, Harald Prinz, Bezirksjägermeister Hannes Schiesser, Landtagsabgeordneter Martin Michalitsch, Bezirksförster Michael Meissl, Bezirksjägermeister-Stellvertreter Josef Geissberger und Forstinspektor Karl-Heinz Piglmann.

Beim Bezirksjägertag in Altlengbach hat Bezirksjägermeister Johannes Schiesser über die Herausforderungen berichtet, die die Auflösung des Bezirkes Wien-Umgebung mit sich brachte.

Die Hegeringe Purkersdorf und Pressbaum sind zum Bezirk St. Pölten dazu gekommen. Erste Gespräche gab es schon Mitte 2016. „Alle Funktionäre der zwei Hegeringe mussten neu gewählt werden. So sieht es die Landesgesetzgebung vor“, erklärt Johannes Schiesser gegenüber der NÖN. Die Wahl brachte keine Veränderungen. „Es ist alles tadellos über die Bühne gegangen“, zeigt sich Schiesser zufrieden.

Die Zahl der Reviere ist von 168 auf 228 angestiegen. Im Bezirk St. Pölten gibt es jetzt 2.600 Jagdkartenbesitzer, vor der Erweiterung waren es 2.200.

„Biosphärenpark ist für uns Neuland“

Die Eingliederung der neuen Hegeringe habe hervorragend funktioniert, die Kooperation sei gut, auch mit den österreichischen Bundesforsten habe man eine sehr gute Zusammenarbeit, fasst Schiesser zusammen: „Neuland ist für uns der Biosphärenpark von der jagdlichen Seite. Das wirkt sich auf die Reviereinrichtungen aus. Da gibt es nicht überall eine Forststraße und man kann nicht überall einen Jagdstand aufstellen.“

Die Jagd erfreut sich großer Beliebtheit: 58 Kandidaten treten heuer im Bezirk St. Pölten zur Jagdprüfung an. Das Durchschnittsalter liegt bei knapp über 30 Jahren. 33 Prozent der Prüfungskandidaten sind Frauen. In der Jägerschaft beträgt der Frauenanteil 15 Prozent.

Landesjägermeisterstellvertreter Rupert Gruber hielt ein Referat über die Positionierung des Landesjagdverbandes zu aktuellen Themen der Jagd und Zuwanderern in der Tierwelt wie Fischotter und Wolf.

Der Wahlvorschlag zur Delegiertenwahl wurde mit einer überwältigenden Mehrheit von 90 Prozent angenommen.