Den Reisepass gibt‘s künftig am Stadtamt. Gemeinderat war einstimmig dafür, den Weg zur Bezirkshauptmannschaft kann man sich ab dem 1. November sparen.

Von Alex Erber. Erstellt am 27. Juni 2018 (05:30)
Wodicka
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Bürgerservice großgeschrieben: Um sich einen Pass oder Personalausweis ausstellen beziehungsweise verlängern zu lassen, genügt künftig ein Besuch am Stadtamt.

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung über eine entsprechende Ermächtigung der Bezirkshauptmannschaft beraten. Einstimmig stimmten die Mandatare für die neue Regelung. „Würden wir es nicht machen, hätte es eine schiefe Optik“, so SP-Bürgermeister Franz Zwicker, der auf Traismauer und Kapelln in der Nachbarschaft verwies. Tatsächlich fasste man in der Römerstadt zwei Tage später ebenso einstimmig den Pass-Beschluss. In Kapelln sieht das Ganze ein wenig anders: „Wenn beispielsweise jemand ein Geh-Problem hat, wird er vom gemeindeeigenen E-Fahrzeug zur Bezirkshauptmannschaft chauffiert“, erläutert Bürgermeister Alois Vogl.

In Herzogenburg wies Stadtrat Franz Gerstbauer auf den Wermutstropfen hin, der die Entscheidung begleitet: „Wir heben die Gebühren für andere ein.“ Soll heißen: Aufwand ja, Geld dafür nein.

Euphorisch äußerte sich Gemeinderat Hermann Feiwickl von der Liste „Blüh“: „Volle Stimmung, das ist ein Service für die Gemeindebürger!“ Wirtschaftsstadtrat Erich Hauptmann von der VP: „Wir begrüßen es, dass Pässe am Stadtamt ausgestellt werden können.“

FP-Gemeinderat Thomas Rupp ersuchte um ein begleitendes Service: „Auf der Gemeindehomepage sollten wir gleich die Rufnummern und Kontaktadressen unserer Fotografen veröffentlichen, damit auch die Passbilder in Herzogenburg angefertigt werden.“ Eingeführt werden soll die neue Regelung mit 1. November.