Generationswechsel: Bernhard Heinl lenkt Leader-Region Donau NÖ-Mitte

Der langjährige Obmann Franz Redl trat bei der Generalversammlung zurück.

Erstellt am 17. Oktober 2021 | 15:00
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Franz Redl (links) und Bernhard Heinl hießen Ehrengast Alt-Landeshauptmann Erwin Pröll herzlich willkommen.
Foto: Foto ErnstReinberger

Nach 19 Jahren an der Spitze der Leader-Region Donau NÖ-Mitte zog sich der bisherige Obmann Franz Redl nun zurück. Zu seinem Nachfolger als Obmann des Regionalentwicklungsvereins wurde im Rahmen der Generalversammlung Bernhard Heinl, geschäftsführender Gemeinderat aus Michelhausen, gewählt.

In seinem Abschlussbericht blickte Redl, er war lange Zeit Bürgermeister in Sitzenberg-Reidling, auf seine lange Funktionszeit zurück.

„Begonnen haben wir mit sieben Gemeinden, heute umfasst die Leader-Region 33 Gemeinden. Allein daran sieht man die tolle Entwicklung“, so Redl.

Insgesamt 351 Projekte mit einem Fördervolumen von 16,5 Millionen Euro konnten seit Beginn seiner Obmannschaft 2002 umgesetzt und mit einem Investitionsvolumen von 46 Millionen Euro sind nachhaltige Impulse in der Regionalentwicklung gesetzt worden.

Dementsprechend gab der neu gewählte Obmann Heinl auch als Ziel aus, den erfolgreichen Weg fortzusetzen. Er bezeichnete Leader als „Ideenmagnet, der Menschen und ihre Ideen anziehen“ solle. Andererseits seien die Gemeinden, die Vereine und Organisationen jene „Ideenschmieden, wo die Menschen ihre Vorhaben und Projekte entwickeln und mithilfe von Leader umsetzen können.“

Der weitere Vereinsvorstand wurde in seinen Funktionen bestätigt: Obmann-Stellvertreter sind die Bürgermeister Christoph Artner (Herzogenburg) und Franz Geier (Großriedenthal), Kassier ist Franz Aigner (Kirchberg am Wagram) mit Stellvertreter Gerhard Figl (Langenrohr), Schriftführerin Barbara Kadlec (Sieghartskirchen) mit Stellvertreterin Corinna Staubmann (Königstetten).

Erwin Pröll sprach über ländlichen Raum

Motivierende Unterstützung bekamen die rund 90 Anwesenden von Alt-Landeshauptmann Erwin Pröll, der in seinem Gastreferat über seine jahrzehntelangen Erfahrungen zur Entwicklung und Stärkung des ländlichen Raumes sprach. Als wichtiges Instrument bezeichnete Pröll das gemeinschaftliche Engagement, die Eigenverantwortung und die Eigeninitiative der Menschen vor Ort, um die eigene Region, das unmittelbare Zuhause selbst zu gestalten. „Leader ist wichtig, weil es den Innovationsgeist, den Ideenreichtum und das Mittun der Menschen in der Region fördert“, betonte Pröll.

Susanne Gugerell, Geschäftsführerin der Leader-Region, gab einen Ausblick auf die bevorstehende Arbeit. Im Mittelpunkt stehe aktuell die Vorbereitung auf die 2023 beginnende neue Förderperiode. Dazu werde in den nächsten Monaten eine neue „Lokale Entwicklungsstrategie“ erstellt. Wesentlich dabei ist die Bürgerbeteiligung, denn die Bevölkerung soll sich in diesen Strategieprozess miteinbringen.