Landjugend stellt sich in den Dienst der guten Sache. Landjugend-Gruppen Kapelln, Statzendorf und Rust stellten sich in den Dienst der guten Sache.

Von Alex Erber und Thomas Heumesser. Erstellt am 06. September 2018 (02:22)
LJ Kapelln
Geglücktes Projekt in Kapelln: Bezirksobmann Bernhard Bürgmayr, Bezirksleiterin Michaela Eder, Michael Hell, Obmann und Landesbeirat Simon Kaiblinger, Obmann-Stellvertreter Lorenz Klaus, Leiterin Lena Wallner, Bürgermeister Alois Vogl, Vizebürgermeister Franz Rödl und Projektbetreuerin Magdalena Matzinger (von links).

Nach einem Jahr schöpferischer Pause haben sich die drei Landjugendgruppen Kapelln, Statzendorf und Rust wieder am Projektmarathon beteiligt. Innerhalb von 42,195 Stunden muss ein vorgegebenes Projekt umgesetzt werden.

In Kapelln überreichte Projektbetreuerin Magdalena Matzinger am Freitag-Nachmittag die Aufgabe, die Bürgermeister Alois Vogl gemeinsam mit dem Gemeinderat und der Landjugend NÖ ausgearbeitet hatte.

Die Herausforderung bestand darin, eine Bushütte in Rassing zu errichten. Dabei sollten auch Sitzgelegenheiten entstehen und das Dach begrünt werden. Als Zusatzaufgabe waren die Buswartehäuschen in allen Nebenortschaften zu renovieren.

Endergebnisse wurden stolz präsentiert

Diese Aufgaben konnte die Landjugend Kapelln mit Bravour meistern und am Sonntag voller Stolz der Gemeinde das Endergebnis präsentieren. Anwesend waren dabei neben Ortschef Vogl und Projektbetreuerin Matzinger auch Bezirksleiterin Michaela Eder und Bezirksobmann Bernhard Bürgmayr.

Monsignore Gottfried Auer segnete die neu errichtete Bushütte

Nach der Präsentation sorgte die Landjugend für das leibliche Wohl der Gemeindebürger. Die Bushütte wurde gleich besonders von den Kindern getestet und ist somit für den Schulanfang bereit. Leiterin Lena Wallner: „Es war ein sehr arbeitsreiches und lustiges Wochenende. Obwohl der Wettergott es nicht gut mit uns gemeint hat, haben wir unser Bestes gegeben und sind sehr stolz auf unser fertiges Projekt.“

Die Landjugend Statzendorf erhielt von Pfarrer Leopold Klenkhart ein besonderes Projekt überreicht: Man nahm sich vor, einen Rastplatz einzurichten und den Zugang zur Kapelle bei Maria Ellend zu pflastern.

Unter dem Motto: „Ein Stück des Weges ist geschafft, setz‘ dich her und tanke Kraft“ soll der Rastplatz ein Ort für müde Pilger sein, die am Jakobsweg einen Zwischenstopp bei der Kapelle einlegen, um sich dort etwas ausruhen zu können. Und so sind Sitzgelegenheiten aufgestellt worden sowie eine Panoramatafel. Auch wurden rund um den Rastplatz neue Erde aufgeschüttet und ein neuer Rasen gepflanzt.

Jedoch kamen auch einige unerwartete Herausforderungen auf die motivierten Mitglieder der Landjugend Statzendorf zu. Das Wetter zeigte sich auch für sie nicht von seiner besten Seite und so mussten die Pflasterarbeiten teilweise bei starkem Regen durchgeführt werden.

Pfarrer Klenkhart zeigte sich begeistert

Dennoch konnte man das fertige Projekt vergangenen Sonntag stolz präsentieren. Besonders Pfarrer Leopold Klenkhart war sehr begeistert über die Leistung der Landjugend-Mitglieder und bedankte sich herzlich für die tolle Arbeit. Bereits ans nächste Jahr denkt Bürgermeister Michael Küttner, da dann wieder die Gemeinde statt der Pfarre mit der Projektvergabe an der Reihe ist.

„Ohne die vielen fleißigen Mitglieder und Helfer, die auch bei dem furchtbaren Wetter weitergearbeitet haben, wäre das Projekt absolut nicht möglich gewesen“, erzählte Landjugendleiterin Sophie Prischink.

Die Mitglieder der Landjugend Rust versammelten sich am Gemeindeamt in Obritzberg, wo Vizebürgermeister Franz Hirschböck, Gemeinderätin Edeltraud Saferding und Vertreter der Landjugend NÖ den Entschluss verkündeten, den Pfarre und Gemeinde in Kooperation gefasst hatten: Die Umgebung des Freiheitssteins am Kirchenplatz soll saniert werden. Dazu zählte auch der Bau einer neuen Hütte im Pfarrgarten.

1148 wurde Obritzberg zur selbstständigen Pfarre erhoben. In diesem Jahr wurde der Freiheitsstein am Kirchenberg in unmittelbarer Nähe des Pfarrhofs durch Heinrich II. errichtet. Der Herrscher gewährte gegen Entgelt einige Tage Kirchenschutz vor Strafverfolgung. Seit damals ist dieser Stein öfters einer Sanierung unterzogen worden. Nun war es wieder soweit, die Landjugend-Mitglieder restaurieren ihn und gestalteten auch gleich die Nebenflächen.

Zur Präsentation begrüßte Landjugend-Obmann Dominik Edlinger eine Vielzahl von Gästen. Er dankte der Zimmerei Speiser (dort fertigte die Landjugend die Hütte an), Josef Holzinger für die Hilfe bei dem Vorhaben und der Pfarre für die Nutzung des Pfarrhofs und des Rossstalls.