Neustart für Gastronomie: Gewisse Zweifel bleiben. Manche Wirte in der Region Herzogenburg starten mit reduziertem Personal, andere befürchten Probleme mit der Kapazität.

Von Peter Nussbaumer, Hans Kopitz, Thomas Heumesser, Günther Schwab und Alex Erber. Erstellt am 12. Mai 2021 (04:32)
Gastronom Reinhard Huber: „Starten zunächst mit reduziertem Stammpersonal.“
NOEN

„Gittis Stüberl“ in der Herzogenburger St. Pöltner Straße zählt zu den Traditionslokalen in der ganzen Region. „Es wieder alles so, wie es einmal war“, versprüht Brigitte Wurstbauer Optimismus. An die Vorschriften werde man sich jedenfalls strikt halten, um für allfällige Kontrollen gerüstet zu sein: „Eine Strafe will ich nicht riskieren.“

Auch in der Römerstadt blickt man dem 19. Mai mit Spannung entgegen: „Momentan befinden wir uns in der Schlussphase der Vorbereitungen. Wir werden zunächst mit einem etwas reduzierten Stammpersonal starten. Momentan warte ich noch auf die genaue Formulierung der Verordnung seitens des Gesundheitsministeriums, um die gesetzlichen Vorgaben erfüllen zu können. An sich sollten wir gut aufgestellt sein und freuen uns auf die Aufnahme des ,Normalbetriebs‘“, sagt Reinhard Huber vom gleichnamigen Landgasthof in Wagram.

Beim Gasthaus Stöger in Kleinrust hat es Anfang des Jahres einen „internen Wechsel“ gegeben. Adolf Stöger befindet sich seit Jänner im Ruhestand, neue Chefin ist seine Gattin Dana: „Ich freue mich auf die Öffnung, denn ein Dorfwirtshaus gehört einfach dazu. Ob Stammtischrunden oder Damenrunden, das Wiedersehen mit den Gästen wird sicherlich sehr schön. Die Vorschriften werden wir penibel einhalten.“

„Wir öffnen nach dem 19. Mai wieder normal fünf Tage in der Woche wie vor der Corona-Schließung und beobachten das Gästeinteresse. Sollte es zuwenig Nachfrage unter der Woche geben, dann würden wir unter der Woche wieder auf das Bestell- und Abhol-System umsteigen“, weiß Fritz Priesching (Dorfcafé Pizzeria) in Weißenkirchen.

„Platzprobleme vor allem Sonntag mittags“

Die Terrasse im Freien zähle zwar als Gastgarten, aber auch dort müsse die Zwei-Meter-Abstandsregel befolgt werden, aus den derzeit acht Tischen könnten dann nur mehr höchsten fünf Tische aufgestellt werden: „Da wird es vor allem Sonntag mittags zu Platzproblemen kommen. In der Folge werden durch Reservierungen alle Tische belegt sein, sodass spontane Gäste keinen Platz mehr finden werden“, befürchtet Priesching.

Es sei auch abzuwarten, wie ein Kellner neben dem Service auch alle Anordnungen überprüfen und deren Einhaltung kontrollieren kann.

Zuversicht herrscht beim Gasthaus zum schwarzen Ochsen der Familie Kahri in Mur-stetten: „Es ist geplant, vorwiegend den Innenhof zu nutzen, bei Schlechtwetter werden wir auch die Gasträume und den Saal öffnen“, blickt Walter Kahri voraus. Mit den schon traditionellen Kulturveranstaltungen werde man allerdings erst frühestens im Juli starten können.

Umfrage beendet

  • Gastro-Öffnung: Habt ihr bereits einen Besuch beim Wirt geplant?