Pannenhilfe: „Gelbe Engel“ im Einsatz. Im Juni, Juli und August rückte der ÖAMTC im Bezirk St. Pölten 2.820 Mal aus. Häufigster Grund war die Autobatterie, die bei großer Hitze ebenso belastet wird wie bei Kälte.

Erstellt am 11. September 2017 (11:57)
NOEN, ÖAMTC

Für die Pannenhilfe geht ein heißer Sommer zu Ende. In NÖ wurden 40.900 mobile Nothilfeleistungen geleistet. Der Sommer 2017 war einer der wärmsten seit Beginn der Messungen. Hitzewellen, Sturm, Unwetter mit Starkregen und Hagel – alles war dabei und hielt die Einsatzkräfte auf Trab. So auch die ÖAMTC-Pannenhilfe, die von 1. Juni bis 31. August zu rund 32.300 Pannenhilfen und 8.600 Abschleppungen allein in NÖ ausrücken musste. Im Bezirk St. Pölten war die Pannenhilfe 2.820 Mal zur Stelle.

„Im Schnitt hatten wir damit über 450 mobile Nothilfeleistungen pro Tag auf den blau-gelben Straßen“, berichtet Johannes Reisinger, ÖAMTC-Stützpunktleiter der Dienststellen St. Pölten, Lilienfeld und Tulln. „Einsatzstärkster Tag war der 7. August, der einer der heißesten Tage war. An diesem Tag wurden österreichweit 2.300 Pannenhilfe-Leistungen bewältigt.“

Batterien waren der häufigster Einsatzgrund. „Meist werden die Pannenfahrer zu Routine-Einsätzen gerufen: Starthilfe geben, Batterien auswechseln, kollabierende Kühlsysteme, irrtümlich verschlossene Autos öffnen und falsche Tankfüllungen absaugen etc“, sagt er.

Ungefähr jeder dritte Einsatz hatte mit Batterieproblemen zu tun.

Reisinger erklärt: „Es hält sich ja nach wie vor der Irrglaube, Batterien würden nur im Winter leiden. Dabei belasten längere Perioden mit Temperaturen über 30 Grad die Batterie ebenso stark wie große Kälte.“

Klimaanlage, Licht und Radio

In der Reisezeit kommt es auch vermehrt zu Hilferufen auf den Transitstrecken. So kollabierten beispielsweise auf den Autobahnen zahlreiche Fahrzeuge im Stop-and-Go-Verkehr. Viele Menschen ließen im Stau die Klimaanlage durchgehend laufen, das Licht brennen und das Radio spielen.

„Für ältere Batterien ist das meist zu viel“, erklärt der Stützpunktleiter.

Österreichweit wurden von 1. Juni bis 31. August 2017 175.900 Pannenhilfen geleistet. Der ÖAMTC-Abschleppdienst rückte 67.400 Mal aus. Er kommt dann zum Einsatz, wenn das Fahrzeug aufgrund eines größeren, technischen Gebrechens oder nach einem Unfall nicht wieder flott gemacht werden kann. Die meisten Einsätze wurden in Wien geleistet, gefolgt von Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Tirol.

Dahinter reihen sich Kärnten, Salzburg, Vorarlberg und Burgenland.