Quarantäne-Aus: „Jeder hat das Recht auf Krankenstand“

Erstellt am 10. August 2022 | 08:06
Lesezeit: 2 Min
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Astrid Kandler mit ihrer Mitarbeiterin Celina Nachförg: Positiv getestetes Personal wird freigestellt, weil es Kontakt zu Risikogruppen gibt.
Foto: Verena Kraus
Die neue Regelung stellt Unternehmen vor die Entscheidung, wie sie mit symptomlosem, positivem Personal umgehen. Wir hörten uns in der Region Herzogenburg um.
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Was ein Rundruf durch die Betriebe in der Region zum Thema Covid-Regeln definitiv ergibt: Das Thema strapaziert bereits die Nerven. Kaum jemand möchte mehr darüber sprechen, aber beschäftigen müssen sich doch alle damit. Neuste Entwicklung: Mit 1. August ist die Quarantäne für Corona-Infizierte gefallen, meldepflichtig bleibt die Krankheit dennoch.

Corona-Infizierte ohne Symptome gelten als arbeitsfähig – für Dienstgeber heißt das, dass sie keinen Kostenersatz für die Zeit der Corona-Erkrankung mehr erhalten. Unabhängig davon, ob der Dienstnehmer nun tatsächlich arbeitet oder nicht.

Die ÖBB bietet mehrere Möglichkeiten: Mitarbeitende im Büro- und Verwaltungsbereich gehen ins Homeoffice. Mitarbeitende, bei denen Home Office nicht möglich ist, beispielsweise Zugbegleiter oder Buslenker, werden für die Dauer von maximal zehn Tagen unter Fortzahlung des Entgelts freigestellt. Ab fünf Tagen sind sie verpflichtet, die Möglichkeit des Freitestens wahrzunehmen.

Im Kosmetikstudio „BeNature“ von Astrid Kandler wird positiv getestetes Personal freigestellt, da dort auch Risikogruppen betreut werden. Allerdings stellt das durchaus eine finanzielle Belastung, da es keine Entgeltfortzahlung mehr gibt. Trotzdem ist das für Kandler selbstverständlich, so wie auch „normal“ kranke Mitarbeiter in den Krankenstand geschickt werden, aus Verantwortung gegenüber der Kundschaft.

Viel Kontakt mit vielen unterschiedlichen Personen hat das Personal bei Flieger-Catering. Deswegen ist Chef Georg Loichtl wichtig, dass kranke Mitarbeitende in den Krankenstand gehen: „Eine unserer Grundsätze ist, jeder hat das Recht auf Krankenstand.“ Das war aber schon vor Covid so. Die neue Regelung hätte laut dem Traismaurer nur den Zweck, die Kosten für den Krankenstand auf die Betriebe abzuwälzen.

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