Selber Schmieden lernen beim Museumsfrühling NÖ. Mit Aktionen und besonderem Programm locken am Wochenende die Museen der Region.

Von Birgit Kindler und Günther Schwab. Erstellt am 14. Mai 2019 (03:28)
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„Wir hoffen auf allerschönstes Museumswetter beim Museumsfrühling NÖ am Wochenende. Wenn es warm und schön ist, spielt uns das nicht in die Karten“, schmunzelt der St. Pöltner Stadtmuseum-Leiter Thomas Pulle. Er glaubt, dass die Aktion Museumsfrühling auch neues Publikum anspricht. „Im Idealfall kommen Menschen, die vorher noch nie im Stadtmuseum waren, und sie kommen, weil sie so begeistert waren, danach wieder in unser Haus“, meint Pulle. Um einen Anreiz zu schaffen gebe es auch bewusst freien Eintritt im Rahmen der Sonderaktionen.

Geplant ist am Samstag eine spannende Sonderführung durch die Ausstellung „St. Pöltner Friedhöfe erzählen“. Dabei kann man einen josephinischen Sparsarg entdecken, die Original-Bekleidung der städtischen Bestatter oder einen hölzernen Leichenwagen.

Auch mit „Japanischer Kalligraphie“ können sich die Besucher näher beschäftigen, Künstlerin Hilde Urbanek zeigt ab 18.30 Uhr eine Live-Mal-Performance zur Sonderausstellung. Für die Kleinen ist am Sonntag eine Rätselrallye geplant. 134 Ausstellungsstätten sind in ganz Niederösterreich mit dabei, zwölf im Bezirk St. Pölten .

„Solche Aktionstage dienen dazu, Neugier in der Bevölkerung zu wecken"

Fixstarter ist auch das Stadtmuseum Traismauer. „Solche Aktionstage dienen dazu, Neugier in der Bevölkerung zu wecken. Dadurch wird ein Museum wieder mehr wahrgenommen“, weiß Kustos Klaus Nedelko. Es gebe immer wieder neue Dinge zu entdecken, die einen faszinieren und das Interesse an der Zeitgeschichte aufleben lassen. Nedelko freut sich auf zahlreiche interessierte Besucher zum Museumsfrühling, die „auch fachspezifische Fragen an uns richten. Wir können oftmals schlüssige Auskünfte in vielerei Hinsicht geben.“

Zum Museumsfrühling wird als besonderes Highlight das alte Schlosserhaus geöffnet, dort können Schmiede-Vorführungen von Kunstschmied Pascal Ernst miterlebt werden. „Mitarbeiten ist erwünscht, die eigenen Kreationen können kostenlos mitgenommen werden“, so Nedelko.

„Wir sind dadurch ein Teil des Kulturlandes NÖ und die Vernetzung mit anderen Kultureinrichtungen wird verstärkt“

Auch das Urzeitmuseum in Nussdorf öffnet am kommenden Wochenende seine Pforten. „Wir sind dadurch ein Teil des Kulturlandes NÖ und die Vernetzung mit anderen Kultureinrichtungen wird verstärkt“, ist Stefan Kraus, der Museumsverantwortliche in Nussdorf überzeugt. Bei diesen Kulturangeboten könnten Menschen die Museen besser kennen lernen oder überhaupt erstmals etwas über neue Kultureinrichtungen erfahren. Kraus erwartet sich gemütliche und interessante Tage mit Interessierten, „denen ich unser Museum aber auch andere nennenswerte Aspekte unserer Heimat, wie die Produkte heimischer Winzer, näher bringen kann.“

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