Traisental-DAC-Cup: Hohes Niveau, knappe Resultate. Beim Grünen Veltliner setzte sich das Winzerhaus Schöller durch, beim Riesling gewann heuer Rudolf Hofmann.

Von Günther Schwab. Erstellt am 08. Mai 2020 (03:55)
Beim diesjährigen „falstaff Traisental DAC CUP“ gab es ein sehr enges Rennen um die Siegerweine. Durch das hohe Niveau wurde die Auswertung sehr spannend. Letztlich gingen die Spitzenbetriebe Winzerhaus Hans Schöller aus Wagram und Weingut Rudolf Hofmann aus Traismauer als Sieger hervor. Im Bild (v. l.) Markus Huber, Herwald Hauleitner jun., Rudolf Hofmann, Viktoria Preiß und Johann Schöller.
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 Beim sogenannten „Falstaff-Traisental- DAC-Cup“ sind in zwei Kategorien die besten Traisentaler Weine ermittelt worden.

Falstaff ist ein renommiertes Magazin für anspruchsvolle Genießer mit den Schwerpunktthemen Wein, Kulinarik und Reisen. Zusätzlich werden von diesem Magazin auch zwei Weinguides mit bis zu 3.000 Wein-Bewertungen herausgegeben. Für den Falstaff-Traisental-DAC-Cup 2020 hatten heuer rund 50 Traisentaler Weingüter ihre Spitzenweine eingereicht. Aus insgesamt 94 Weinen (davon 71 Grüne Veltliner und 23 Rieslinge) wurden die Besten des Jahrgangs 2019 ermittelt. Laut Chefredakteur Peter Moser konnte sich der „Falstaff“ einmal mehr von der eigenständigen Mineralik der Klassik-Weine überzeugen lassen.

„Die Breite an Betrieben mit Spitzenweinen hat ganz deutlich zugenommen.“ Johann Schöller junior

Die Spitze lag sehr dicht beieinander, die Entscheidung fiel wiederum nicht leicht.

Über den Sieg in der Kategorie „Grüner Veltliner 2019 Traisental DAC“ durfte sich letztlich das Winzerhaus Hans Schöller aus Wagram mit einem „Grüner Veltliner Ried Sonnleithen“ mit 93 (von maximal 100) Punkten freuen.

Hinter ihm landeten der Wagramer Spitzenwinzer Herwald Hauleitner mit einem „Grüner Veltliner Ried Rosengarten“ und die „Weinkultur Preiß“ aus Theyern mit ihrem „Grüner Veltliner Ried Hochschopf“ (beide ebenfalls mit 93 Punkten). Hauleitner hatte im vergangenen Jahr das „Double“, als den Sieg in beiden Kategorien, erobert.

Beim Riesling erreichte der Traismaurer Winzer Rudolf Hofmann mit seinem Riesling- Biowein „Ried Kogelberg“ mit 92 Punkten den ersten Platz.

Dahinter folgte wiederum Herwald Hauleitner mit seinem „Riesling Sonnleithen Spontan“ mit ebenfalls 92 Punkten auf dem zweiten Platz.

Der „Traisentaler Paradewinzer“ Markus Huber aus Reichersdorf erreichte mit seinem „Riesling Terrassen“ mit 92 Punkten den dritten Platz.

„Exzellent“ mit 91 bis 94 Punkten

„Die Verkostung hat einmal mehr bewiesen, dass die Traisentaler Weine in den vergangenen Jahren qualitativ stark zugelegt haben. Vor allem auch die Breite an Betrieben mit Spitzenweinen hat ganz deutlich zugenommen“, erklärte so der erfolgreiche Jungwinzer Johann Schöller junior vom Winzerhaus Schöller in einer ersten Reaktion.

Weiters: „Alles in allem gesehen war das Feld sehr dicht, was sich an den Punktebewertungen der Falstaff-Redaktion ablesen lässt. Bei dem Grünen Veltliner als auch dem Riesling wurden sehr viele Weine zwischen 90 und 93 Punkten bewertet. Ein eindrucksvoller Beweis der Qualitätsarbeit, die im Traisental geleistet wird.“

95 oder mehr Punkte werden von der strengen Jury äußerst selten vergeben.

Weine mit 91 bis 94 Punkten werden als „exzellent“ beziehungsweise „ausgezeichnet“ beschrieben.

Die Aussichten auf den Weinjahrgang 2020 sind bislang auch sehr gut, allerdings warten die Weinhauer sehnsüchtig auf Tropfen, die vom Himmel fallen.

„Weit hinter dem Durchschnitt“

„Bis dato hat es überschaubare Frostschäden im Traisental gegeben. Wir hoffen jetzt aber, dass sich bald Regen einstellen wird, denn in Sachen Niederschlagsmengen blieben der Spätwinter und der bisherige Frühling weit hinter dem langjährigen Durchschnitt zurück“, erklärt der Traismaurer Winzer Rudolf Hofmann in seiner Stellungnahme.