Trotz Rekordernte gibt's Import-Marillen im Supermarkt . In der Oberen Wachau befürchtet man Absatzprobleme. Helle Aufregung gibt es rund um französische Produkte bei Diskonter.

Von Alex Erber. Erstellt am 06. August 2019 (04:18)
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Symbolbild

Bei den Marillen ist heuer eine Rekordernte zu verzeichnen. Das lässt die Landwirte und Konsumenten jubeln. Aber nicht alle Bauern haben rechte Freude, denn speziell in der Oberen Wachau befürchtet man, auf einem Überangebot sitzen zu bleiben. Weiter östlich und südlich ist die orange Welt in Ordnung, beispielsweise beim Obsthof Altenriederer mit Firmensitz in Franzhausen. Dort wird die Marillen-Ernte zu 100 Prozent zu verschiedensten Produkten verarbeitet.

„Bei uns gibt es keine Probleme mit der Marillen-Verarbeitung. Sämtliche geernteten Marillen werden verwertet, angefangen von Marmelade bis hin zum Nektar“, erklärt die Lebensgefährtin des Betriebsführers Erich Altenriederer, Sibylle Eidher.

Mitten in die Meldungen rund um ein mögliches Überangebot platzt die Beschwerde eines Herzogenburgers, der in der Vorwoche beim Diskonter Billa französische Marillen entdeckt hat. „Muss das wirklich sein?“, fragte er.

„Rekordernte war nicht absehbar“

Für die NÖN antwortet die Pressesprecherin des Billa-Mutterkonzens Rewe, Susanne Moser-Guntschnig: „Um die Sicherstellung der Ware für unserer beliebte Aktion der Einkoch-Marillen im Kübel zu gewährleisten, sind wir gezwungen, lange vor Start der Österreich-Saison Kontrakte für Importmarillen abzuschließen. Ausunserer Sicht war es zu diesem Zeitpunkt leider nicht absehbar, dass die heimischen Bauern erfreulicherweise so eine Rekordernte erzielen.“

NÖN
Aufreger bei Billa: Dort gibt es importierte Marillen aus Frankreich.

Grundsätzlich liege der Fokus natürlich immer auf österreichischer Ware. „Mit unseren österreichischen ,Da-komm‘-ich-her‘ Marillen im Ein-Kilogramm-Korb haben wir auch unseren Werbeschwerpunkt auf österreichische Marillen gelegt und versuchen, diese so gut wie möglich in den Vordergrund zu stellen. Dieser Artikel war über Wochen in sämtlichen Rewe-Handelsfirmen (Billa, Merkur, Penny, Adeg) in den Filialen platziert beziehungsweise in diversen Flugblättern beworben“, erklärt Moser-Guntschnig.

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