Kekse statt Sitzungen. Heuer gab es keine Sketches oder lustige Parodien, für das Stammpublikum wurden stattdessen süße Köstlichkeiten gebacken.

Von Günther Schwab. Erstellt am 14. Februar 2021 (15:59)
Nach der Absage der Faschingssitzungen haben die „Scherzkekse“, im Bild Elfriede Huber, Maria Strasser und Obfrau Margarete Schmied (von links), eine kleine kulinarische Überraschung kreiert und zur Verteilung gebracht. Mit den Faschingskeksen soll die Zeit (zumindest ein Teil davon) bis zu den nächsten Faschingssitzungen überbrückt werden.
„Scherzkekse“

Die Faschingssitzungen im Feuerwehrhauszubau der Freiwilligen Feuerwehr Reichersdorf haben im Nussdorfer Fasching eine langjährige Tradition. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die unterhaltsamen Faschingssitzungen für heuer abgesagt werden.

Vor sechs Jahren wurde die Reichersdorfer Faschingsgilde, zuvor eine „lose“ Gemeinschaft, „legitimiert“ und ein eigener Verein namens die „Reichersdorfer Scherzkekse“ mit der Obfrau Margarete Schmied und ihrem Stellvertreter Franz Preisberger an der Spitze gegründet. Der Verein umfasst derzeit 14 Mitglieder, die stets mehrere Wochen intensiv für die bevorstehenden Faschingssitzungen probten. Wegen Corona entfielen heuer die Proben und die Vorbereitungen für die Parodien und Sketches, die auch stets Bezug auf aktuelle Ereignisse und Gegebenheiten in der Ortschaft hatten. Die „Scherzkekse“ ließen sich trotz der Absage etwas einfallen, um ihr Stammpublikum wenigstens für einige Augenblicke zu erheitern und zu erfreuen. „Wir haben in den vergangenen Tagen rund 350 Kekse gebacken, verziert, mit einem Spruch versehen und anschließend durch die Mitglieder zur Verteilung gebracht“, erklärt die Obfrau der „Scherzkekse“, Margarete Schmied.

Reinerlös diente stets einem guten Zweck

Für das nächste Jahr (nach überstandener Pandemie) besteht Hoffnung, die beliebten Faschingssitzungen am Rosenmontag und am Faschingsdienstag wieder in Reichersdorf stattfinden lassen zu können.

Der Reinerlös der Reichersdorfer Faschingssitzungen wurde bislang für gemeinnützige Zwecke, für in Not geratene Familien als auch für die Freiwillige Feuerwehr Reichersdorf verwendet.