Eva Woisetschläger wirft Handtuch: Aderlass bei der ÖVP Wölbling

Wer folgt nach? ÖVP hat noch nicht entschieden.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 05:28
Lesezeit: 1 Min
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Dem Mobilitätsverein „We move“ bleibt Eva Woisetschläger (Zweite von links) unabhängig von ihrem Rückzug aus der Politik auch weiterhin erhalten. Das Bild zeigt sie mit Gemeinderat Michael Burger, Vizebürgermeister Peter Hießberger und Bürgermeisterin Karin Gorenzel (von links).
Foto: Archiv/Thomas Heumesser

In einem Schreiben an alle Mitglieder des Gemeinderätes hat geschäftsführende Gemeinderätin Eva Woisetschläger ihren Rückzug aus der Politik angekündigt. Sie legt ihr Mandat mit sofortiger Wirkung nieder.

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„Gegenwärtige Situation extrem unbefriedigend“

In dem Schreiben führt die Anzenhoferin gesundheitliche Gründe für ihren Schritt an.

Im NÖN-Gespräch lässt sie tiefer blicken: „Die gegenwärtige Situation ist für mich extrem unbefriedigend. Ich bin in die Politik gegangen, um etwas zu bewegen, um mit Menschen zu kommunizieren, zu diskutieren. Das fällt jetzt alles weg. Ich bin sicher nicht in die Politik gegangen, um Beschlüsse im Umlauf zu fassen. Mein Schreiben ist rechtzeitig an den Gemeinderat gegangen, weil ich keinen Sauhaufen hinterlassen möchte.“

Einem Herzensprojekt hält Eva Woisetschläger aber die Treue, und zwar dem Verein „We Move“: „Hier werde ich mit Sicherheit weitermachen, denn da gibt es sozialen Kontakt, da spürt man die Dankbarkeit der Menschen.“

„Mobilität ist für alle Menschen wichtig“

Wie wichtig Mobilität sei, habe sie selbst nach ihrem Motorradunfall erlebt: „Da denkt man immer, die Aufrechterhaltung der Mobilität ist nur wichtig für alte Leute. Und dann bemerkt man plötzlich, dass dies für alle Menschen gilt.“

Deshalb habe sie zunächst mit der Dorferneuerung unter dem ehemaligen Obmann Norbert Speiser, später mit Menschen vom Cohousing-Projekt „Pomali“ versucht, einen Mobilitätsverein zu etablieren. Gelungen sei dies dann mit Vizebürgermeister Peter Hießberger.

Dieser muss sich nun gemeinsam mit ÖVP-Obmann Manuel Erber um die Nachfolge der Mandatarin kümmern: „Derzeit ist noch nichts entschieden“, so Hießberger.