Erstellt am 29. April 2015, 06:30

von Alex Erber

Aus Erlebniszug wird Radtramper. Von 1. Mai bis 26. Oktober bietet die Bahn wieder ein spezielles Angebot für Pedalritter. Stopps in Herzogenburg, Traismauer.

Erstmals gibt es zwei spezielle Fahrrad-Waggons, die anhand ihres Designs rasch erkennbar sind.  |  NOEN, ÖBB

Am kommenden Freitag, 1. Mai, nimmt der ÖBB-Spezialzug für alle Radsportfans wieder seinen Betrieb auf. Er hält in Traismauer (Richtung Passau um 8.33 Uhr, Richtung Wien-Franz-Josefs-Bahnhof um 21.41 Uhr) und Herzogenburg (Richtung Passau um 8.46 Uhr, Richtung Wien-Franz-Josefs-Bahnhof um 21.32 Uhr).

Der Donauradweg zählt zu den bekanntesten und schönsten Radwegen. Der „Radtramper Donau“, bisher hieß es „Erlebniszug“, bringt die Gäste für einen Radausflug zum Ausgangspunkt nach Passau. Er bietet Platz für 75 Fahrräder. Die Fahrgäste können ihre Räder selbst verstauen, teilweise sogar in Sichtweite Platz nehmen und sie am Zielort wieder ausladen.

Auch das Rad benötigt eine gültige Fahrkarte

In zwei ÖBB-Regio-Biking-Fahrradwagen wird die sogenannte Schrägparker-Aufstellung angeboten, damit die Fahrräder platz- und kraftsparend im Wagen befestigt werden können. Diese Waggons sind bereits am Bahnsteig anhand des Außendesigns mit den sommerlichen Fahrradmotiven für alle Fahrgäste leicht erkennbar.

Wer im „Radtramper Donau“ gemeinsam mit dem Fahrrad verreisen möchte, benötigt neben einer gültigen Fahrkarte für sich selbst auch ein Ticket für das Bike. Diese Radtickets sind als Tages-, Wochen- oder Monatskarte erhältlich. Ein Fahrradstellplatz kostet 3,50 Euro. Er ist buchbar bis 6 Uhr des Reisetages, bei ÖBB-Personenkassen oder beim ÖBB-Kundenservice unter 05-1717. Bei diesen Servicestellen erhält man auch eine kostenlose Sitzplatzreservierung für Gruppen ab zehn Personen.

Achtung: Eine Reservierung der Radabstellplätze Richtung Passau wird dringend empfohlen.

Kein Catering im Zug

Den Wermutstropfen wird wieder die fehlende Gastronomie darstellen. „Da unsere Fahrgäste großteils ,Selbstversorger‘ sind und in den vergangenen Jahren die Nachfrage nach dem Catering im Zug nur sehr gering war, wird dieser Service nicht mehr angeboten“, heißt es seitens der ÖBB.

Dies sei eine Anpassung an die Kundennachfrage: „Wir reagieren darauf, dass das Catering im Zug in den vergangenen Jahren von unseren Kunden so gut wie gar nicht in Anspruch genommen wurde.“

Der „Radtramper“ ist auch für Herzogenburger und Traismauer interessant, die abends etwas länger in der Landeshauptstadt verweilen möchten. Er ist die späteste öffentliche Verbindung in die Stiftsstadt und erst recht in die Römerstadt. Abfahrtszeit in St. Pölten: 21.23 Uhr.