Frank Hoffmann: „Lassen ‚Trailer‘ wieder aufleben“. Frank Hoffmann berichtet über das Konzert in Thalheim und welche Lieblingsfilmlieder er hat.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 08. August 2019 (03:25)
Schloss Thalheim Classic
Frank Hoffmann wird mit dem Ensemble Wild am Donnerstag, 15. August, in Schloss Thalheim auftreten und in „Trailer“-Manier Filme beschreiben.

Frank Hoffmann hat eine der prägenden Stimmen Österreichs und ist vielen durch die Fernseh-Sendung „Trailer“ ein Begriff – im Schloss Thalheim gibt es am Feiertag, Donnerstag, 15. August, um 15.30 Uhr eine Veranstaltung, die an die beliebte Sendung angelehnt ist. Frank Hoffmann wird in bewährter Trailer-Manier einige ausgesuchte Filme kommentieren, während das Ensemble Wild bekannte Filmlieder spielt.

NÖN: Welche Stücke dürfen bei der Veranstaltung „Wild im Kino!“ in Schloss Thalheim am 15. August auf keinen Fall fehlen?

Johann Wagner
Frank Hoffmann ist vielen Menschen aufgrund seiner einzigartigen Stimme ein Begriff.

Frank Hoffmann: Klassiker von acht Jahrzehnten Filmgeschichte werden zu hören sein, darunter Stücke von Ennio Morricone, Peter Tschaikowski und James-Bond-Filmmusik.

Wie ist denn die Zusammenarbeit mit dem Ensemble Wild entstanden?
Die Damen vom Ensemble Wild sind schon vor längerer Zeit auf mich zugekommen und haben mich gefragt, ob ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen könnte. Wir lassen quasi die „Trailer“-Sendung wieder aufleben.

Die Sendung „Trailer“ ist fast jedem ein Begriff. Wie ergab es sich denn, dass Sie dafür die Moderation übernommen haben?
Ich bin 1967 als Ensemblemitglied ans Burgtheater nach Wien gekommen. Dann wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte „Trailer“ zu moderieren, was ich auch knapp 20 Jahre lang gemacht habe. Ich war immer besonders am Film interessiert, schon während der Schulzeit. Ich habe sogar organisiert, dass wir einmal im Monat gemeinsam einen Film ansehen.

„Ich war immer besonders am Film interessiert, schon während der Schulzeit.“ Frank Hoffmann

Was ist denn Ihr Lieblingsfilm?
Ich habe zwei. „Sein oder nicht sein“ von Ernst Lubitsch. Der Film ist aus 1942, spielt im Warschauer Ghetto und ist mit jüdischem Witz gesegnet. Billy Wilder hat Lubitsch zum Beispiel auch immer wieder als Vorbild genannt. Der zweite Film ist von Akira Kurosawa „Rashomon“.

Und Ihre Lieblingsfilmmusik?
Da gibt es viele, ein paar davon werden auch in Thalheim gespielt. Zum Beispiel von Oblivion, Cinema Paradiso oder Schindler‘s Liste.

Sie sind Intendant vom Güssinger Kultursommer. Ende Juli war die letzte Vorstellung von „Wie man Hasen jagt“. Wie zufrieden sind Sie?
Mit den Schauspielern bin ich sowieso zufrieden. Der Besuch hätte aber etwas besser sein können. Aufgrund der häufigen Gewittermeldungen hatten wir nur eine Auslastung von 80 bis 85 Prozent. Normalerweise sind es 96 bis 97 Prozent. Wegen der Gewittergefahr mussten wir eine Vorstellung sogar zehn Minuten vor Schluss abbrechen. Die Tribüne ist aus Metall und das ist sehr gefährlich. Die Besucher waren aber nicht unglücklich mit der Entscheidung, sie haben sogar applaudiert.

Sie leben seit 1980 in der Pfalzau, in der Stadtgemeinde Pressbaum. Warum haben Sie denn gerade in dieser Gegend ein Haus gebaut?
Ich habe damals im 19. Bezirk in Wien gewohnt. In Deutschland, wo ich aufgewachsen bin, hatte ich aber immer grün um mich. Meine Frau hat dann über die Zeitung entdeckt, dass ein Bauplatz in der Pfalzau verkauft wird. Wir haben ein Haus darauf gebaut und ich fühle mich sehr wohl hier.

Die Gegend haben Sie aber vorher nicht gekannt, oder?
Doch, ich kannte den Pfalzberg, dort gab es eine Langlauf-Loipe. Ich war als Jugendlicher bei der deutschen Jugendauswahl in Langlauf und Skisprung und habe dort trainiert. Jetzt gibt es die Loipe nicht mehr, denn es ist zu wenig Schnee. Man merkt, dass sich der Klimawandel direkt vor der Haustüre auswirkt.

Gehen Sie denn woanders Langlaufen?
Ja, das mache ich immer noch. Ins Seefeld kann man zum Beispiel auch sehr gut laufen. Dort gibt es längere und kürzere Strecken. Ich wähle jetzt schon häufiger die kürzeren, ich bin ja doch schon etwas älter (lacht).