Marialuise Koch: „Sind eine Familie geworden“. Obfrau blickt zum Auftakt der Reihe 2019 auf Beginn zurück. Mit der Entwicklung ist sie zufrieden.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 05. März 2019 (04:00)
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Marialuise Koch: „Ich bin sehr zufrieden – mit der musikalischen Qualität und auch mit der Lebendigkeit der Konzerte.“

Kommenden Samstag startet die Schlosskonzert-Reihe 2019: Los geht’s mit einem Eröffnungskonzert, das vier außerordentliche Solisten auf die Bühne bringt. Der Soloklarinettist der Wiener Symphoniker, Gerald Pachinger, der Cellist des Altenberg Trios Wien, Christoph Stradner sowie die beiden Walpersdorfer Stammgäste Thomas Selditz an der Viola und Pianist Christopher Hinterhuber spielen Beethovens stimmiges „Gassenhauer“ Trio, Schumanns nachdenkliche „Märchenbilder“ und „Märchenerzählungen“ sowie das Klarinettentrio op. 114, das Johannes Brahms – fasziniert vom eigenartigen Zauber des Klarinettenklanges – erst spät komponiert hat.

Dass die Schlosskonzerte mittlerweile zu einem fixen Bestandteil der Kulturlandschaft der Region geworden sind, freut Obfrau Marialuise Koch besonders. Wie es überhaupt dazu gekommen ist? „Die ehemalige Geschäftsführerin der Firma Lederleitner, Andrea Pscheid, war in Kontakt mit Harald Kosik, Mitbegründer, Pianist und künstlerischer Leiter des jahrelang international erfolgreichen Haydn Trios Eisenstadt“, erzählt Koch.

Seit 2010 widmet sich Kosik auch der Tätigkeit als Kulturmanager außerhalb seiner musikalischen Tätigkeit und suchte einen Ort für Plattenaufnahmen mit dem Pianisten Stefan Vladar, die in der Kirche gemacht wurden. Im Anschluss fand das erste Konzert in dem 1571
erbauten Schloss statt. Das war der Beginn der Zusammenarbeit von Pscheid und Kosik, die Firma Lederleitner ist eingestiegen und hat die Räume zur Verfügung gestellt und so entstand – durch Zufall oder Fügung – der Verein „Kultur Schloss Walpersdorf“, der sich zum Ziel gesetzt hat, diesen außergewöhnlichen Ort mit Musik und Kunst zu bereichern. Der erste Abo-Konzertzyklus begeisterte 2015 zahlreiche Kulturliebhaber.

„Ich bin sehr zufrieden, einerseits mit der musikalischen Qualität, andererseits mit der Lebendigkeit der Konzerte.“ Marialuise Koch

Nach vier Jahren zieht die Obfrau positive Bilanz: „Ich bin sehr zufrieden, einerseits mit der musikalischen Qualität, andererseits aber auch mit der Lebendigkeit der Konzerte“, sagt die Inzersdorferin. Die Künstler fühlen sich wohl, das Ambiente und die Akustik stimmen und das Publikum komme aus allen Bereichen, dazu trage auch die Mundpropaganda viel bei. „Außerdem werden wir toll unterstützt vom Land und privaten Sponsoren. Ich wünsche mir, dass es so bleibt – wir sind eine große Familie geworden.“

Frühlingskonzert „Rhapsody in Blue“

Nach dem Eröffnungskonzert dem 9. März gibt es am 31.März um 11 Uhr in der Schlosskapelle das Frühlingskonzert „Rhapsody in Blue“ mit Werken von George Gershwin, Astor Piazolla, Manuel de Falla und Reinhold Moritzewitsch Gliére.

Am 6. April kommen die beiden niederländischen Shooting-Stars Lucas und Arthur Jussen im Rahmen des Schwerpunkts „Junges Podium“ bereits zum zweiten Mal nach ihrem großen Erfolg im Jahr 2017. Mit im Gepäck haben sie ein besonderes Meisterwerk: Igor Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ in der Fassung für zwei Klaviere. Sie treten an diesem Tag sogar zwei mal auf um 15.30 Uhr und um 19.30 Uhr.

Mit Till Fellner betritt am 4. Mai einer der großen internationalen Pianisten Österreichs die Bühne im Festsaal. Er zeigt bei der zweiten Schubertiade Walpersdorf seine Sicht auf zwei Meisterwerke von Franz Schubert.

Informationen zu den einzelnen Konzerten und Kartenbestellungen unter 0677/61969242 oder online unter www.schloss-walpersdorf.at

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