Sechs Meister an der Geige bei den Herbstkonzerten. Im Schloss Walpersdorf haben wieder die Herbstkonzerte Saison. Zum Beginn gab es zwei berühmte Streichsextette von Brahms und Schönberg. Das Publikum spendete viel Beifall.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 13. Oktober 2018 (03:00)
Hans Kopitz
Vor dem Konzert im Schloss Walpersdorf: der künstlerische Leiter der Schlosskonzerte Harald Kosik mit Obfrau Marialuise Koch und Alina Fritsch (Dritter, Vierte und Fünfte von links) sowie den Streichern Thomas Selditz, Aoi Murase, Lydia und Christian Altenburger, Marta Kordykiewicz und Reinhard Latzko (von links).

Am vergangenen Freitag haben sechs versierte Kammermusiker die Herbstkonzerte im Schloss Walpersdorf mit zwei berühmten Streichsextetten von Johannes Brahms und Arnold Schönberg eröffnet.

Christian und Lydia Altenburger an der Violine, Thomas Selditz und Aoi Murase an der Viola, sowie Reinhard Latzko und Marta Kordykiewicz am Cello präsentierten dabei ihre Sicht auf eines der berauschendsten Stücke Jahrhundertwende-Musik, das zum wahrhaft Schönsten der gesamten Streicherliteratur zählt: die „Verklärte Nacht“ von Arnold Schönberg nach einem gleichnamigen Gedicht von Richard Dehmel, das von der jungen Burgschauspielerin Alina Fritsch vorgetragen wurde. Für Schönberg war dieses Werk ein kammermusikalischer Beitrag zur Gattung der „Sinfonischen Dichtung“, inspiriert von der Literatur des „Fin de siècle“.

Das Publikum, es war wieder zahlreich gekommen, spendete den Protagonisten für ihre Darbietungen viel Applaus. Künstlerischer Leiter Harald Kosik weist gleich auf das nächste Konzert im Schloss Walpersdorf hin: „Am Samstag, 11. November, werden der Geiger Emmanuel Tieknavorian und der Pianist Maximilian Kromer mit einem Highlightprogramm aufwarten.“