Schmuggel, Verkauf: Drogenbande in Haft. Achtköpfiger Suchtgiftring teilte sich die „Arbeit“: Ein Trio importierte Cannabiskraut, das andere dealte, Duo baute an.

Von Alex Erber. Erstellt am 16. Juni 2014 (15:03)
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STADT UND BEZIRK ST. PÖLTEN /  Der Autobahninspektion Stockerau und der Suchtmittelgruppe des Landeskriminalamtes ist ein Schlag gegen die Drogenkriminalität gelungen.

Den entscheidenden Hinweis lieferten Ermittler aus Znaim (Tschechien), die das Treiben von drei Suchtgiftschmugglern schon seit längerer Zeit im Visier hatten. Der Tipp erwies sich in der Folge als Volltreffer, denn es konnten nicht nur das Trio, sondern drei Dealer und zwei weitere Verdächtige ausgeforscht werden, die vier Indoor-Plantagen betrieben haben.

Die achtköpfige Bande im Alter von 17 bis 48 Jahren stammt aus der Stadt St. Pölten, aus dem Wienerwaldgebiet und dem Pielachtal. Zwei der Verdächtigen sind tschechische Staatsbürger, einer ist Österreicher mit Migrationshintergrund, fünf Personen sind Österreicher.

Bei mehreren gezielten Zugriffen mit Unterstützung der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität wurden bei Fahrzeugkontrollen auf Autobahnen und Schnellstraßen sowie bei Hausdurchsuchungen im Bezirk St. Pölten-Land eine Gesamtmenge von 2,6 Kilogramm Cannabiskraut, Bargeld im vierstelligen Eurobereich und eben die vier Indoor-Produktionsstätten sichergestellt.

Den drei Schmugglern wurde der Import von rund 2,3 Kilogramm Cannabiskraut aus Tschechien nachgewiesen. Die drei Verkäufer brachten rund 6,7 Kilogramm Cannabiskraut in den Bezirken St. Pölten und Korneuburg in Umlauf. Die lukrativen Geschäfte hatte die Drogenbande bereits Anfang des Jahres 2012 begonnen.

Drei Verdächtige im Alter von 22 und 24 Jahren wurden verhaftet und in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Die übrigen fünf Männer sind wegen Verdachts des Verbrechens nach dem Suchtmittelgesetz bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg auf freiem Fuß angezeigt worden - ebenso wie 35 Drogenkonsumenten, auf die sich die Staatsanwaltschaften Korneuburg und St. Pölten konzentrieren.