Heftige Sturmböe riss Dächer von Häusern

Feuerwehren und Firmen standen in Getzersdorf knapp neun Stunden im Einsatz, um Umgebung zu sichern und provisorisch abzudichten.

Alex Erber
Alex Erber Erstellt am 16. Juli 2021 | 04:17
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Die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenburg-Stadt leistete gute Dienste. Sie hievte die Arbeiter empor, die viel Mühe hatten, die beschädigte Konstruktion abzutragen und das Dach provisorisch abzudichten.
Foto: Freiwillige Feuerwehr Getzersdorf, Freiwillige Feuerwehr Getzersdorf

Die Bilder erinnern an die Folgen des Tornados in der Nähe der tschechisch-österreichischen Grenze und seiner Ausläufer in Schrattenberg und Allentsteig: Eine heftige Sturmböe hat in der Gartengasse die Dachkonstruktion eines Reihenhauses schwer beschädigt. „Wir fanden ein Doppelhaus ohne Dach sowie ein Doppelhaus mit beschädigtem Dach vor“, berichtet ein Florianijünger im NÖN-Gespräch.

Am Donnerstag-Nachmittag ist in der gesamten Region und auch darüber hinaus ein heftiger Sturm registriert worden. Ein derartig singuläres Ereignis wie in der Gartengasse hat es aber nirgendwo gegeben. Außer den Einsatzkräften der Feuerwehren Getzersdorf, Inzersdorf und Herzogenburg-Stadt musste niemand ausrücken.

Zunächst fuhren die Wehren aus Getzersdorf und Inzersdorf zum Einsatzort. „Nach Erkundung durch Einsatzleiter Herwig Leitner wurde die Umgebung großräumig abgesperrt, damit keine Personen von herunterfallenden Teilen getroffen werden“, schildert Verwalter Christoph Seitlhuber von der Freiwilligen Feuerwehr Getzersdorf. Außerdem alarmierte man auch die Freiwillige Feuerwehr Herzogenburg-Stadt mit der Drehleiter und dem Wechselladefahrzeug-Kran zur Unterstützung.

Die in aller Eile organisierten Arbeiter verschiedener Firmen entfernten die beschädigte Konstruktion mit großer Mühe vom Dach. Danach dichteten sie die Dachfläche provisorisch ab. Ebenfalls wurden die Dächer der angrenzenden Häuser gesichert, damit der angekündigte nächtliche Sturm nicht noch ein weiteres Dach vom Haus fegt.

„Wir unterstützten die Fachfirmen dabei vom Boden aus, soweit es uns möglich war“, so Christoph Seitlhuber.

Erst kurz vor 0.30 Uhr, also knapp neun Stunden nach der Alarmierung, konnte der Einsatz beendet werden. Zu Spitzenzeiten waren rund 30 Silberhelme im Einsatz.

Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt

Über die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch nichts bekannt; ebenso wenig, warum das Dach dem Sturm nicht standgehalten hat.

Die Opfer wollen sich vorerst noch nicht dazu äußern, wie sie auf NÖN-Anfrage mitteilten: „Wir möchten zunächst die diesbezüglichen Gespräche mit der Wohnbaugenossenschaft und der Versicherung abwarten.“