Musikmittelschule Herzogenburg zieht für 2020 Bilanz. 2020 wird als das ruhigste Jahr in die Geschichte der Musikmittelschule eingehen. Leiterin Martina Teufl und ihr Team sorgen auch inmitten der Pandemie für gute Ausbildung.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 13. Januar 2021 (04:22)
Schulleiterin Martina Teufl (stehend) und Michelle Brenner sowie das ganze Lehrerteam sind den digitalen Herausforderungen gewachsen: „Schüler haben die Umstellung gut bewältigt.“
Hans Kopitz

Am vergangenen Donnerstag gingen auch in der Musikmittelschule die Weihnachtsferien zu Ende und der Ernst des Lebens hat für die Schüler wieder begonnen – wenn auch vorerst nur im Homeschooling. „Die Schüler sind nicht unbedingt begeistert, denn es fehlt ihnen der persönliche Kontakt zu ihren Freunden“, erklärt Martina Teufl, die seit Anfang des Vorjahres wegen der Erkrankung von Direktor Andreas Tischer die Schule leitet, was mit Anfang Dezember auch offiziell durch seinen Rückzug in ihre Hände kam.

Vor allem die erfolgte Umstellung auf das distancelearning hat das abgelaufene Jahr die Arbeit in der Mittelschule geprägt. Nach anfänglichen Problemen beim ersten Lockdown, der doch für alle Beteiligten sehr überraschend kam, wurde im Sommer eine neue Computeranlage angeschafft, was ohnehin schon lange geplant war. Die alten Geräte wurden nicht entsorgt, sondern von engagierten Lehrern neu aufgesetzt und den Kindern, denen entsprechend Endgeräte zuhause fehlten, gegen einen geringen Unkostenbeitrag zur Verfügung gestellt, den der Elternverein übernahm.

Nach einer Umstellung auf die einheitliche Plattform MS-Teams stieg man zu Beginn des Schuljahres mit entsprechenden Einschulungsmaßnahmen für Pädagogen, Eltern und vor allem Schüler nach einer sechswöchigen Testphase erfolgreich in diese neue Lernform ein.

Der Zwangs-Aderlass hat neue Ansätze erfordert

„Das vergangene Jahr wird auch als das ruhigste Jahr in der fast 25-jährigen Geschichte der Musikmittelschule eingehen“, weiß Martina Teufl. Keine Klassenkonzerte, keine Exkursionen, kein Jugendsingen und kein Adventsingen verlangten nach neuen Ansätzen. Mit Hilfe des Herzogenburger Allroundkünstlers Leopold Denk wurden insgesamt drei Videos hergestellt, die große Anerkennung erhielten. Statt dem Adventsingen gestaltete man einen virtuellen Adventkalender, der mit Beiträgen aller Schulchöre und der Musikvereine über zehntausend Zugriffe im Internet erreichte.

Was Freude bereitete: Die Fertigstellung des Schul-Hallenbades nach einem großen Umbau maximiert nun das sportliche Angebot.

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