Riegel-Imperium in der Römerstadt wächst weiter. Bau der zweiten Fabrik hat begonnen. Ab 2020 sollen dort Müsliriegel über Linie fahren.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 13. August 2019 (04:19)
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In Traismauer wurde Spatenstich gefeiert: Nun laufen die Arbeiten für die zweite Riegel-Fabrik. Das Bild zeigt Heinrich Prokop (Zweiter von rechts) im Beisein von Bauarbeitern und Firmenvertretern.

Das Riegel-Imperium der Römerstadt wächst. Der Startschuss dafür ist gerade gefallen: Am Areal der Gutschermühle wurde vergangene Woche der Spatenstich für die neue Fabrik gefeiert.

In den kommenden Monaten wird neben der bestehenden Fabrik eine weitere etwa 100 Meter lange und bis zu drei Etagen hohe Produktionshalle geschaffen. Investiert werden in das Projekt rund 15 Millionen Euro.

„Es wird eine wirklich spannende Zeit, bis nächstes Jahr die ersten Riegel über die neue Linie fahren.“ Heinrich Prokop, Gutschermühle

Geschaffen wird die neue Produktionsstätte, damit bald auch Erdnuss-Liebhaber mit Riegel aus Traismauer versorgt werden können. Bisher konnten die in der Gutschermühle nicht produziert werden, da die Trennung der Produktion mit und ohne Erdnüssen aufgrund der Allergene unbedingt notwendig ist. „Man bekommt das Allergen nur sehr schwer wieder weg, wenn man einmal mit Erdnüssen gearbeitet hat, es wäre viel zu riskant an einem Standort mit Erdnüssen zu arbeiten und dann wieder erdnussfreie Riegel zu produzieren“, erklärt Geschäftsführer Heinrich Prokop.

Immerhin reiche nur die geringste Spur von Erdnuss, um einen Allergiker in Lebensgefahr zu bringen. Dank der neuen Fabrik ist das dann kein Problem mehr: In der neuen Fabrik, deren Fläche übrigens 2.600 Quadratmeter umfassen soll, werden dann Riegel mit Erdnüssen hergestellt. Mit einem Riegel-Riesen aus den USA wurde dafür schon ein Millionen-Deal an Land gezogen. Die alte Fabrik bleibt erdnuss-frei.

Produziert werden in der neuen Produktionsstätte der Gutschermühle, die 2020 eröffnet werden soll, außerdem glutenfreie Produkte. Zudem können durch neue Koch- und Mischverfahren auch Riegel mit weniger Zucker hergestellt werden.

Mitarbeiter-Suche läuft bereits

Geschaffen werden durch die Standort-Erweiterung in Traismauer auch zahlreiche neue Arbeitsplätze: Bei Vollauslastung sollen in Traismauer 45 zusätzliche Mitarbeiter – vom Lebensmitteltechnologen bis zum Produktionsmitarbeiter – beschäftigt werden. Die Suche dafür läuft bereits auf Hochtouren.

„Es wird eine spannende Zeit bis die ersten Riegel über die neue Linie fahren“, meint Heinrich Prokop, der nach der erfolgreichen Durchführung dieses Projektes die Geschäftsführung in jüngere Hände legen wird.