Kampf gegen das Zettel-Chaos. „Centralize“ soll Ordnung in Verträge und Dokumente bringen. Das brachte Start-up nun Hauptpreis in Linz.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 07. Mai 2019 (16:54)
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Freude beim „Centralize“-Team: Stefan Unfried (rechts) holte mit David Liechtenstein, Christoph Oblak und Patrick Zanyath bei „Start-up live“ in Linz den Hauptgewinn.

Ordnung in das Vertrags- und Dokumentenchaos will ein Start-up rund um den Getzersdorfer Stefan Unfried bringen. Der 24-Jährige startete mit seinen ehemaligen Fachhochschul-Kollegen Christoph Oblak aus St. Pölten und Patrick Zanyath aus Gerasdorf „Centralize“.

Die Idee hinter dem Projekt ist es, Dokumente und Verträge zu digitalisieren und automatisch und kontinuierlich zu analysieren.

„Der große Benefit ist, dass sich der Konsument Kosten und Zeit spart. Die Dokumente sind digital geordnet. Wenn es für einen Vertrag bessere Konditionen gibt, schlägt die Plattform automatisch einen Wechsel vor und führt den auf Wunsch des Nutzers auch durch“, erklärt Unfried.

Dass diese Idee, die das Trio im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Fachhochschule Krems entwickelte, durchaus Potenzial hat, wurde nun auch offiziell bestätigt: Das Team, dem mittlerweile auch der Programmierer David Liechtenstein aus Mannheim angehört, räumte bei der Veranstaltung „Start up live“ in Linz ab.

„Gerade durch solche Events bekommt man natürlich einen guten Einblick in die Start-up-Welt"

Als Overall-Winner sicherte es sich ein Investment von 10.000 Euro durch Pioneers Ventures. Außerdem geht es für die Niederösterreicher zum Pioneers-Festival in die Hofburg. Um dort mit dabei sein zu können, muss man sonst über 1.000 Euro hinblättern. Gewonnen hat das Team außerdem die Teilnahme an der „WeAreDevelopers“-Konferenz in Berlin. „Gerade durch solche Events bekommt man natürlich einen guten Einblick in die Start-up-Welt und sieht, wie es außerhalb der eigenen und normalen Arbeitswelt abläuft“, schwärmt Unfried, der hauptberuflich als Projekt- und Prozessmanager im IT-Team der Erber Group arbeitet.

Plattform soll Ende des Jahres online gehen

Mit „Centralize“ will der 24-Jährige noch Großes erreichen: „Unser wichtigstes Ziel ist jetzt natürlich die Entwicklung eines ersten funktionsfähigen Prototypen, außerdem wollen wir Niederösterreichs Start-up-Szene aufmischen“, grinst Unfried.

Mit dem Launch ihres Produkts rechnen die angehenden Jung-Unternehmer spätestens Ende des Jahres. Bis dahin können sich Interessierte bereits auf einer Website vormerken lassen.