Unterricht der anderen Art zum Schul-Wiederbeginn. In Herzogenburg wendet man für den Besuch das Reißverschluss-System an.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 20. Mai 2020 (05:33)
Die Schüler der Neuen Mittelschule halten in der großen Pause im Schulhof meistens Abstand – auch wenn es manchmal schwerfällt.
NOEN

Mit Montag starteten auch die Schulen im Gemeindegebiet – die beiden Volksschulen, die Mittelschule und die Sonderschule – nach neun Wochen Corona-Pause mit dem Unterricht. Aber nichts ist mehr so, wie es vor der Krise war, es gibt viele neue, gewöhnungsbedürftige Regeln im Schulalltag, die in einem Hygienehandbuch aufgeführt sind.

In den Pausen gibt es Maskenpflicht

So muss beim Betreten des Schulgebäudes eine Maske getragen werden, die erst am Platz in der Klasse abgenommen werden darf. Der Sitzplatz muss mindestens einen Meter vom Nachbarn entfernt sein.

Abstand gehalten werden muss auch beim Einlass in die Schule, danach wartet die Händedesinfektion.

Während des Unterrichts gibt es keine Maskenpflicht, allerdings sehr wohl in den Pausen und auch beim Verlassen der Schule.

Allerdings weicht vom sonst üblichen Plan – drei Tage Unterricht für die erste Gruppe, dann zwei Tage für die zweite Gruppe, in der Woche darauf umgekehrt – der in den Herzogenburger Schulen etwas ab.

Hier hat man sich geeinigt, dass zwar auch geteilt, aber nach dem Reißverschluss-System unterrichtet wird. Gruppe A montags, Gruppe B dienstags, Gruppe A mittwochs und so weiter. Die schulautonomen Tage nach Christi Himmelfahrt und Fronleichnam entfallen, aber Pfingstdienstag ist frei, unterrichtet wird bis einschließlich Freitag, 3. Juli.

Eltern dürfen nicht ins Schulgebäude

„Es gibt alle zwei Stunden eine große Pause, wo die Kinder die Zeit im Freien verbringen und bei verschiedenen Eingängen wieder die Schule betreten, sodass kein Stau entsteht. Große Probleme gibt es eigentlich nicht, wir haben die Eltern gut vorbereitet und es zeigen alle Verständnis. Wir hoffen natürlich – sowohl Schüler, Eltern und Pädagogen –, dass es ab Herbst wieder normalen Unterricht gibt“, erklärt die Leiterin der Mittelschule, Martina Teufl.

„Es ist, wie es ist, wir ziehen in der Früh beim Desinfizieren unsere Arbeitsmäntel an – und wir können auch viele Sachen wie zum Beispiel Lernspiele nicht gemeinsam benutzen, weil wir Abstand halten müssen“, bedauert die Direktorin der Allgemeinen Sonderschule, Angelika Neumayer am Kirchenplatz.

Sie begrüßte die Eltern, die ihre Kinder abholen, vor dem Schultor, da das Betreten des Gebäudes den Eltern und Begleitpersonen sowie schulfremden Personen laut Ministerium nicht gestattet ist, wie es ein Plakat am Schultor verkündet.