Trauer um Schmiedberger. Ein großes Herz schlägt nicht mehr. Der ehemalige Vizebürgermeister ist in der Vorwoche verstorben. Ortschef Michael Küttner: „Ich habe einen guten Freund verloren.“

Von Alex Erber. Erstellt am 08. September 2014 (13:20)
Alois Schmiedberger (Dritter von rechts) ist Ende des Vorjahres für seine Verdienste ausgezeichnet worden. Er trat damals als Vizebürgermeister zurück. Weiters im Bild: geschäftsführender Gemeinderat Alois Strasser (VP), Altbürgermeister Gerhard Reithmayr, Bürgermeister Michael Küttner, Vizebürgermeister Wolfgang Steininger und der ehemalige geschäftsführende Gemeinderat Franz Müller (alle SP; von links).
NOEN, Thomas Heumesser
Er war das, was man ein „sozialdemokratisches Urgestein“ nennt: Alt-Vizebürgermeister Alois Schmiedberger ist am vergangenen Donnerstag im 62. Lebensjahr verstorben.

Ortschef: „Wir verlieren ein Vorbild“

Schmiedberger hatte schon längere Zeit an einem Krebsleiden laboriert. Als Bürgermeister Gerhard Reithmayr Ende des Vorjahres zurücktrat, sah auch sein Stellvertreter die Zeit zum Abschied gekommen. Zu seinem Nachfolger wurde Wolfgang Steininger gewählt. Schmiedberger blieb „einfacher“ Gemeinderat.

„Selbst zum Schluss, als er schon schwer krank war, war ihm die Gemeinde noch ein Herzensanliegen und er brachte sich sogar im Spitalsbett noch mit konstruktiven Vorschlägen in Gemeinde- und Parteiangelegenheiten ein“, berichtet Bürgermeister Michael Küttner tief bewegt. „Nicht zuletzt deswegen verlieren wir mit Alois Schmiedberger nicht nur einen Freund, sondern auch ein Vorbild.“

Fast 40 Jahre Gemeindesekretär und Amtsleiter

Der Verstorbene kannte die kommunale Arbeit wirklich wie kein Zweiter: Im Jahr 1968 trat er in den Dienst der Gemeinde als Verwaltungspraktikant ein. Von 1971 bis 2009 war Schmiedberger schließlich Gemeindesekretär und Amtsleiter in Wölbling, von 2009 bis zum Antritt der Altersteilzeit im Jahr 2011 fungierte er als Standesbeamter.

Mit der Politik kam Schmiedberger ebenfalls schon früh in Berührung. 1974 gründete er den „Jugend-Plakatiertrupp“, was ein Jahr später in die Gründung der Jungen Generation Statzendorf mündete. 1984 wählte man ihn zum stellvertretenden Ortsparteivorsitzenden, seit 25. November 1985, also knapp 30 Jahre lang, war er Ortsparteivorsitzender.

Erst relativ spät, 2008, zog Alois Schmiedberger in den Gemeinderat an und wurde auf Anhieb zum Vizebürgermeister gewählt.

Seit 2013 stolz Viktor-Adler-Plakette getragen

Im März des Vorjahres ist ihm die höchste Auszeichnung, die die SP vergeben kann, verliehen worden: Die Viktor-Adler-Plakette wurde ihm durch Landesparteiobmann Bürgermeister Matthias Stadler überreicht.

Alois Schmiedberger war durch seine Kollegialität und Menschlichkeit weit über die Partei- und Gemeindegrenzen hinaus geschätzt. Er selbst blieb stets bescheiden und war sich für keine Parteiarbeit zu schade: „Ich bin seit meinem 15. Lebensjahr Plakatierer, Subkassier, Zeitungsmacher und -austräger, Karten- und Losverkäufer“, erzählte er stets stolz.

Auch die Florianis waren ihm ein großes Anliegen: Er war Ehrenverwalter der Freiwilligen Feuerwehr Statzendorf.

Die Trauerfeier findet am Freitag (12. September) um 14.15 Uhr bei der Aufbahrungshalle Statzendorf statt.