Bäckerei Hager plant Filiale in Römerstadt. Probebohrungen am Areal der Sparkasse sind beendet. Der regionale Semmel-Riese möchte in Traismauer 2020 eröffnen.

Von Alex Erber. Erstellt am 25. September 2018 (04:19)
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Gerüchte gab es schon lange, jetzt ist es praktisch fix: Wenn alle behördlichen Genehmigungsverfahren erfolgreich sind, könnte im Jahr 2020 eine Filiale der Bäckerei Hager in der Römerstadt eröffnen.

Der Auszug der Volkshilfe vom Areal des Samariterbundes am Gartenring in das „Betreute Wohnen“ am Hauptplatz 11 hat eine kleine Spirale in Gang gesetzt. Wo früher die Volkshilfe war, wird in einiger Zeit die Polizeiinspektion ihr neues Zuhause haben. „Die Verträge zwischen den Beteiligten sind unterschriftsreif“, erklärt SP-Bürgermeister Herbert Pfeffer.

Die Exekutive ist im Obergeschoß des Sparkassen-Gebäudes beherbergt. „Schade, dass sie auszieht, mehr Sicherheit im eigenen Haus gibt es nicht“, so Sparkassendirektor Walter Dörflinger. Zur Nachnutzung werden eventuell zwei Wohnungen geschaffen. Genaue Planungen des Architekten liegen zwar noch nicht vor, doch könnte es nach dem Auszug der Polizei zu einem Zubau an das bestehende Gebäude kommen. Diesen Zubau will Wolfgang Hager zur Expansion seiner Bäckerei nutzen.

Grabungen sind abgeschlossen

Er zeigt sich überrascht von der Resonanz, die sein Interesse an einem Standort in Traismauer hervorruft. Die Neugierde auf den Plan gerufen hat ein ziemlich großes Loch, das in die Erde gegraben wurde. Darin haben, wie in der Römerstadt üblich, Experten des Bundesdenkmalamtes nach Zeugen aus der Geschichte gesucht. Sie haben tatsächlich Funde zutage gefördert. Ihr historischer Wert ist aber derart gering, dass die Grabungen bereits abgeschlossen sind und das Areal zur Bebauung freigegeben worden ist.

Damit ist der Weg für Hager frei: „Es ist ein offenes Geheimnis, dass wir uns um einen Standort in Traismauer bemüht haben. Jetzt haben wir ihn gefunden“, blickt Wolfgang Hager der Expansion entgegen.

Wie berichtet, gab es Bemühungen um das Areal, wo sich Kaffeehaus und Schnitzelpalast befinden: „Dort wäre ein Umbau zu teuer gewesen“, sagt Wolfgang Hager.

Aktuell verfügt der regionale Semmel-Riese über 13 Standorte: Herzogenburg, zwei Mal Wilhelmsburg, Böheimkirchen, Ober-Grafendorf, Krems, Tulln und sechs Mal St. Pölten.