Bau des Sportplatzes wurde beschlossen. In Beiratssitzung der Kommunalentwicklungs GmbH wurden Weichen für neue Anlage gestellt. VP dagegen, Aufregung um Leitner.

Von Thomas Werth. Erstellt am 27. Oktober 2014 (14:55)
NOEN, Stadtgemeinde Traismauer
Sportplatz Traismauer: Die Tribüne ist ein Teil des 1,47 Millionen Euro teuren Bauvorhabens.
In der Vorwoche wurde mit den Stimmen der SPÖ, FPÖ und von Stadtrat Herbert Gorth in der Traismaurer Kommunalentwicklungs GmbH (TKG) der Neubau der Stadtsportanlage beschlossen. „Ein Neubau am bestehenden Areal ist die sinnvollste und wirtschaftlich effizienteste Lösung“, ist Bürgermeister Herbert Pfeffer überzeugt.

VP-Stadträtin Haas stimmte gegen Projekt

Das Projekt sieht 1,47 Millionen Euro (ohne mögliche Bedarfszuweisungen seitens des Landes) für das neue Klubhaus und das Hauptspielfeld sowie ein Trainingsfeld vor. „Das Projekt wird genauso umgesetzt, wie wir geplant haben, unser Finanzplan wird eingehalten. Der Funcourt wird dann von der Stadtgemeinde errichtet“, erklärt Pfeffer.

NOEN, Stadtgemeinde Traismauer
x
Gegen das Projekt, das am Montag nach Redaktionsschluss auch dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt wurde, hat – wenig überraschend – VP-Stadträtin Veronika Haas gestimmt. „Wir müssen nicht 1,5 Millionen Euro aufwenden, um für die Jugend ein entsprechendes Angebot zu schaffen.“

Haas weist darauf hin, dass es andere Gemeinden gebe, die das mit weniger Geld geschafft haben. „Mit den jährlichen Mietkosten an die TKG haben wir in 20 Jahren dafür 3,5 Millionen Euro bezahlt. Und in anderen Katastralen haben wir kaputte Tornetze“, ärgert sie sich.

„Peinliches Verhalten von MIT-Stadtrat“

MIT-Stadtrat Lukas Leitner hat in der Beiratssitzung für die Auftragsvergaben, aber gegen den Finanzierungsplan gestimmt. „Die wirtschaftlichste Variante wäre einzig und alleine der Neubau an einem neuen Standort unter gänzlicher Verwertung des alten Areals gewesen“, so Leitner.

Er empfindet es als „besonders peinlich“, dass Finanzstadtrat Alfred Kellner den möglichen Verkauf von Restflächen als wirtschaftlichste Variante verkaufe. Dennoch sei er froh, dass endlich mit dem Bau begonnen werde.

Auch die SPÖ nimmt das Wort „peinlich“ in den Mund, meint damit allerdings das Stimmverhalten von Lukas Leitner. „Logischerweise ist ohne Geld kein Projekt umsetzbar. Die wirtschaftliche Kompetenz von Stadtrat Leitner reicht scheinbar nur um Luftschlösser zu bauen“, so Kellner.