Betreutes Wohnen: Meilenstein für die Stadt. Offizielle Schlüsselübergabe für das „Betreute Wohnen“ nach zweijähriger Bauzeit: Bürgermeister Herbert Pfeffer zeigt sich zuversichtlich, dass Projekt Hauptplatz aufwerten wird.

Von Günther Schwab. Erstellt am 06. September 2017 (13:15)
In einer Gesprächsrunde kam auch ein Hausbewohner von „Betreutes Wohnen“ am Hauptplatz 11 zu Wort. Dieser zeigte sich sehr zufrieden mit der neuen Wohnungssituation. Mit dem innovativen Projekt wurden 24 Wohnungen, die speziell auf die ältere Bevölkerungsgruppe abgestimmt sind, geschaffen. Im Bild: Johann Emsenhuber, Volkshilfe-Präsident Ewald Sacher, Bürgermeister Herbert Pfeffer, Landesrat Karl Wilfing (von links).
NOEN, Günther Schwab

Rund zwei Jahre nach dem Spatenstich zur Errichtung des Bauprojekts „Betreutes Wohnen“ am Grundstück Hauptplatz 11 ist mit einem Festakt samt Segnung und der anschließenden offiziellen Schlüsselübergabe die Realisierung des Großbauvorhabens feierlich begangen worden.

Zur Vorgeschichte: Mit dem Scheitern des Hotelprojekts vor mehreren Jahren war die Zukunft des Gebäudes „Hauptplatz 11“ (ehemaliges „Loichtl-Areal“) für längere Zeit ungewiss. Der Durchbruch kam erst, als die Wohnbaugenossenschaft Alpenland das Gelände erwarb, um das Projekt „Betreutes Wohnen“ in die Tat umzusetzen.

Veranstaltungen für Bewohner geplant

Zusätzlich hat der Wohnbauträger im Parterre des Gebäudes auch Räumlichkeiten für das Tageszentrum der Volkshilfe als auch einen Gemeinschaftsraum für die Hausbewohner geschaffen. Dieser Raum wird auch von der Volkshilfe für diverse Veranstaltungen zum Beispiel für das monatliche „Pensionistencafé“ genutzt werden.

„Zufrieden alt werden in den eigenen vier Wänden und auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen mit der gewohnten Lebensqualität. Das ist ein fixer Bestandteil im blau-gelben Wohnungsbau. Daher investieren wir im Schnitt pro Jahr rund 550 Millionen Euro in die Wohnbauförderung und können damit rund 6.000 Neubaueinheiten im Jahr errichten“, erklärte NÖ Wohnbaulandesrat Karl Wilfing bei der Schlüsselübergabe für die 24 Wohnungen und des Tageszentrums.

„Viele Anregungen sind eingeflossen“

Alpenland-Obmann-Stellvertreter Alfred Janecek betonte, man habe viele Anregungen aus der Bürgerdiskussion – auch jene über die Fassade - in die Neugestaltung einfließen lassen. Janecek: „Das äußere Erscheinungsbild des Objektes wurde dem ortsüblichen Altbestand teilweise angepasst. Es wurde versucht, die architektonische Gestaltung in das bestehende Stadtensemble bestmöglich zu integrieren.“

Jede Wohnung verfügt über eine Wohnküche, einen Schlafraum, Sanitärraum inklusive WC, Vorraum und Abstellraum und ist mit kontrollierter Wohnraumbelüftung ausgestattet. Die Aufzugsanlage ist so konzipiert, dass auch eine Beförderung im Krankenbett möglich ist. „Mit Kosten zwischen 390 bis 680 Euro je nach Wohnungsgröße wurde ein leistbares Angebot erstellt“, unterstrich Alpenland-Aufsichtsratsvorsitzende Nationalratsabgeordnete Michaela Steinacker.

Auch Bürgermeister Herbert Pfeffer freute sich: „Das ,Betreute Wohnen‘ ist für uns als Stadt besonders wichtig und ein Meilenstein in der sozialen Versorgung unserer Bürger. Der Bedarf bei 6.000 Einwohnern ist gegeben und der zentrale Standort bietet sich dafür ideal an.“

Belebung der Innenstadt

Er sei sehr zuversichtlich, dass dieses Projekt den Hauptplatz aufwerten und zur Belebung der Innenstadt beitragen werde. Pfeffer: „Mein besonderer Dank gilt allen Personen, die maßgeblich am Zustandekommen des Projekts und bei der Umsetzung beteiligt waren.“

Einige Wohnungen wurden bereits in den vergangenen Wochen an die neuen Mieter übergeben und sind auch schon bezogen.

Von den 24 Wohnungen sind derzeit noch vier Wohnungen frei und verfügbar.

Tageszentrum nimmt im Oktober Betrieb auf

Das Tageszentrum der Volkshilfe wird in den nächsten Wochen von der Rettungszentrale am Gartenring in das neue Gebäude übersiedeln. Mitte Oktober soll der Betrieb des Tageszentrums am Standort Hauptplatz 11 aufgenommen werden.

Die Gesamtkosten des Projektes beliefen sich auf rund vier Millionen Euro. Vom Land NÖ gab es ein Förderdarlehen im Ausmaß von rund 2,1 Millionen Euro.