„Essen auf Rädern“: Erste Spende eingetrudelt. Das alte Fahrzeug wurde nach irreparablem Defekt durch ein Elektro-Auto ersetzt. Stadt trat bei Anschaffung in Vorleistung, Samariterbund möchte die Kosten drücken.

Von Günther Schwab. Erstellt am 28. Februar 2021 (11:56)
Scheckübergabe: ASBÖ-Obmann Hannes Sauer, ÖKB-Obmann Alfred Winter, ÖKB-Obmannstellvertreter Josef Havlik, Franz Gramer und Bürgermeister Herbert Pfeffer (von links).
Günther Schwab

Der Gemeinderat hat vergangenen Oktober den Ankauf eines E-Mobils für die Aktion „Essen auf Rädern“ einstimmig beschlossen. Es kostet rund 22.300 Euro, wobei Förderungen den tatsächlichen Kaufpreis senken könnten.

Abgewickelt wird die Aktion „Essen auf Rädern“ seit rund 40 Jahren vom Arbeitersamariterbund gemeinsam mit der Stadtgemeinde Traismauer. Weil die Samariter finanziell extrem limitiert sind, trat die Stadtgemeinde mit dem Ankauf des Fahrzeuges in Vorleistung. Durch Spenden soll nun versucht werden, den Kaufpreis zu drücken. In die Vorreiterrolle schlüpfte dabei der ÖKB-Stadtverband Traismauer.

„Essen auf Rädern“ wird vor allem an betagte und alleinstehende Personen geliefert.

Das neue Auto ist

bereits im Einsatz

„Die täglichen Mahlzeiten des Menschen spielen eine große Rolle, um sowohl körperliche wie seelische Energie zu sichern. Die Aktion ,Essen auf Rädern‘ soll Personen, die nicht in der Lage sind, sich selbst eine Mahlzeit zuzubereiten, Hilfe zum Bezug von Essen bieten“, erläutert der Vizepräsident des ASBÖ NÖ, Hannes Sauer. Er ist seit rund zwei Jahren auch Gruppenobmann in Traismauer.

Das bisherige Fahrzeug für „Essen auf Rädern“ ist in die Jahre gekommen und musste aufgrund eines technischen Defekts ersetzt werden. Das neue E-Auto ist bereits im Einsatz.

Gemeinsam mit der Stadtgemeinde werden in den nächsten Wochen ortsansässige Betriebe beziehungsweise Partner der Stadtgemeinde und des ASBÖ angesprochen, um durch Sponsoring einen finanziellen Beitrag zu erhalten. „Die ersten Zusagen haben wir bereits erhalten. Auch werden Aufkleber am Fahrzeug angebracht, die auf die Sponsoren verweisen“, erklärt Sauer.

Er dankte ausdrücklich dem ÖKB-Stadtverband Traismauer, der die Vorreiterrolle übernommen hat und sich mit einer namhaften Spende eingestellt hat. Die Kameraden haben 1.000 Euro übergeben. „Der ÖKB-Stadtverband hat bereits mehrfach Vereine, Einsatzorganisationen und weitere Institutionen unterstützt“, merkte Obmann Alfred Winter an.

Bürgermeister Herbert Pfeffer wies auch auf die soziale Komponente der „Essen-auf-Rädern“-Fahrer hin. „Die freiwilligen Mitarbeiter sind nicht nur Zusteller einer warmen Mahlzeit, sie sind oft auch der einzige Kontakt der Essensbezieher zur Umwelt. An dieser Stelle möchte ich den ehrenamtlichen HelferInnen für ihre Hilfsbereitschaft Dank und Anerkennung für ihren unermüdlichen Einsatz im Dienste der Menschlichkeit aussprechen.“

Pfeffer ist sehr stolz und zufrieden, dass die Aktion „Essen auf Rädern“ in der Stadtgemeinde Traismauer so ausgezeichnet seit vielen Jahrzehnten funktioniert. Im Vorjahr wurden rund 12.000 Essen zugestellt, die den Essensbeziehern einmal am Tag serviert werden.