Heizwerk: Geglättete Wogen samt Lösung. Klärendem Gespräch zwischen VP-Gemeinderat Winter und Energieberater Simader folgte Gründung einer Liefergemeinschaft.

Von Alex Erber. Erstellt am 29. August 2017 (05:48)
NOEN, VP
Runder Tisch: Julian Winter, Bernhard Teufl, Michael Bubna-Litic, Veronika Haas und Georg Kaiser (von links). Gemeinsam konnte man Missverständnisse aufklären und die lokalen Landwirte wieder ins Gespräch bringen.

Der Streit zwischen VP-Gemeinderat Julian Winter und Traismauers Energieberater Alexander Simader ist beigelegt. Wie berichtet, hatte der Mandatar Simader der Lüge bezichtigt, weil bei der Biomasse-Anlieferung für das Heizwerk statt mehrerer Landwirte nur ein Großgrundbesitzer zum Zug gekommen sei. Simader habe das Gegenteil versprochen.

Entschuldigung für die Wortwahl

In einem rund einstündigen Gespräch hat Winter nun seine ziemlich harten Vorwürfe zurückgezogen und sich überdies auch für seine Wortwahl entschuldigt: „Ich war ziemlich erbost, dass die mehrmalige Forderung der VP-Gemeinderäte nach Hackgutlieferungen von mehreren heimischen Land- und Forstwirten für das Heizwerk nicht entsprechend erhört worden ist. Es wäre aber sicher sinnvoller gewesen, ein direktes Gespräch zu führen. Alexander Simader war in keiner Form über die Lieferverträge informiert.“

Für beide Seiten ist die Causa erledigt, Simader verzichtet auf rechtliche Schritte.

Ein „runder Tisch“ hat nun auch eine probate Lösung rund um die Biomasse-Anlieferung ergeben; eine Lösung, die auch Alexander Simader begrüßt. Teilnehmer waren die VP-Stadträte Veronika Haas und Georg Kaiser, Gemeinderat Julian Winter sowie die Hauptlieferanten Bernhard Teufl von der Firma RT Hackgut und Michael Bubna-Litic.

Keine rechtlichen Schritte

Ergebnis: Der Liefervertrag wird zukünftig zur Gänze von RT Hackgut abgewickelt. Als Hauptlieferant wird der Forstbetrieb Bubna auftreten. Für die nötige Anlieferung weiterer Mengen durch lokale Landwirte wird VP-Gemeinderat Julian Winter die Koordination der „Liefergemeinschaft Unteres Traisental“ übernehmen, die es möglich macht, Hackschnitzel im Rahmen eines Lieferplans und klarer einheitlicher Bedingungen anzuliefern. Stadträtin Haas freut sich über die Lösung: „Interessierte Lieferanten sollten bald möglichst Kontakt mit dem Koordinator Julian Winter aufnehmen ( 0680/2468156). Der Betrieb des Heizwerkes soll ja schon Ende 2017 aufgenommen werden.“

Stadtrat Georg Kaiser begrüßte als Zuständiger für die Landwirtschaft den Ausgang des Gesprächs: „Das Eschensterben und die nötigen Durchforstungen bringen laufend Hackgut, das zur Versorgung von Traismauer mit nachhaltiger Wärme verwendet werden kann.“

Für Bubna ein erster Schritt

Michael Bubna denkt schon weiter voraus: „Vielleicht bildet die nun geschaffene Liefergemeinschaft auch einen Nukleus zur Bildung einer Waldwirtschaftsgemeinschaft zur gemeinschaftlichen Vermarktung anderer Holzsortimente. Gerne biete ich hier meine langjährige Erfahrung als Obmann der Waldwirtschaftsgemeinschaft Hegerberg an.“

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