Kinderschänder in Anstalt eingewiesen. 46-Jähriger missbrauchte Nachbarstochter. Beim Prozess leugnet der Häftling, doch er muss ein weiteres Jahr ins Gefängnis.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 08. August 2019 (03:21)
igorstevanovic/Shutterstock.com
Symbolbild

Vier Jahre Gefängnis fasste ein Traismaurer bereits 2014 wegen abscheulicher Taten an Kindern aus, die Strafe verbüßt der 46-Jährige derzeit. Jahre nach der Verurteilung kam wieder Unfassbares ans Tageslicht. Am Landesgericht in St. Pölten sitzt der Mann zum zweiten Mal wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen vor Gericht.

Sich an einem fünfjährigen Mädchen vergangen zu haben, wirft die Staatsanwaltschaft dem Kriminellen dieses Mal vor. „Während des ersten Ermittlungsverfahrens war der Angeklagte in U-Haft und wurde entlassen. Danach hat er die Nachbarstochter, auf die er aufpassen sollte, missbraucht“, so der Ankläger im Prozess.

Lange erzählte das Opfer von dem Vorfall nichts. Erst im Aufklärungsunterricht in der Schule brach das Mädchen sein Schweigen.

Laut psychiatrischem Gutachter leidet der Traismaurer zwar nicht an Pädophilie, jedoch an einer Persönlichkeitsstörung. „Weil ähnliche Taten in Zukunft zu befürchten sind, ist die Voraussetzung für Unterbringung in einer Anstalt“, so der Ankläger.

Geständig zu dem Vorwurf ist der 46-Jährige nicht.

Schuld steht für den Schöffensenat dennoch fest. Es setzt ein Jahr unbedingte Zusatzstrafe, zusätzlich wird die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher ausgesprochen (nicht rechtskräftig). „Das Opfer war glaubwürdig“, begründet die vorsitzende Richterin.