Klare Forderung von Wegl: „Radweg sanieren!“. VP sorgt sich um in Traismauer um Sicherheit an Traisen, Fitnessparcours sei ebenso Risiko. SP: „Mängel ausgebessert“.

Von Alex Erber und Günther Schwab. Erstellt am 23. Juli 2020 (03:49)
Stadträtin Elisabeth Wegl (VP): „Keine Reaktion von der Stadtgemeinde.“
NOEN

VP-Stadträtin Elisabeth Wegl schlägt Alarm: Sie sorgt sich um die Sicherheit am Radweg entlang der Traisen und bei den Fitnessgeräten, die entlang des Flusses aufgestellt wurden.

Wegl, sie ist Stadträtin für öffentliche Sicherheit, fiel auf, dass der Asphalt am beliebten Radweg hohe Aufbrüche und Niveauunterschiede aufweist. „Seit Mitte April ist die Dringlichkeit einer Sanierung bei der Gemeinde bekannt. Die Radfahrer laufen Gefahr, zu stürzen oder sich dabei die Räder zu beschädigen. Mittlerweile wurden die schadhaften Stellen markiert, die Sanierung steht nach Wochen allerdings noch aus“, erklärt sie.

Stadtrat Rudolf Hofmann (SP): „Mediale Geplänkel nicht notwendig.“
NOEN

Wie berichtet, sind Fitnessgeräte an zwei Standorten neben der Traisen aufgestellt worden. Ein dritter Standort soll folgen. „Die Initiative dazu ging von den SP-Stadträten Admir Mehmedovic und Rudolf Hofmann aus. Leider musste ich nach Rücksprache mit Experten des TÜV Austria feststellen, dass diese Geräte und deren Installierung nicht den erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen entsprechen“, berichtet Wegl.

Nach mehrmaligem Schriftverkehr mit der Stadtgemeinde, die Geräte nach den Sicherheitsvorschriften zu montieren und zu kennzeichnen, sei keine Reaktion gekommen.

Elisabeth Wegl: „Es ist nicht alles leiwand, was leiwand sein soll, wenn es zu einem Unglück kommt. In beiden Fällen haftet letztlich die Stadtgemeinde. Für die Zukunft sollten daher alle Sicherheitsvorkehrungen besprochen und getroffen werden, bevor die Vorhaben umgesetzt werden.“

Bürgermeister Herbert Pfeffer (SP): „Mängel bereits ausgebessert.“
Schwab

Bürgermeister Herbert Pfeffer kann hinsichtlich der Sportgeräte Entwarnung geben. Es gebe bereits ein Gutachten, das bei lediglich einem Gerät einen Verbesserungsantrag ergeben hat. Die Mängel wurden laut Pfeffer bereits ausgebessert.

Auch bezüglich des Radweges wurden die Arbeiten bereits in die Wege geleitet. Wegen der Corona-Pandemie gibt es hier aber Verzögerungen. Laut Stadtrat Walter Grünstäudl wurde Wegl darüber zudem informiert. Für die SPÖ sei die Sicherheit der Bevölkerung oberste Priorität.

„Ich empfehle der ÖVP-Stadträtin Wegl nicht zu skandalisieren, nur weil sie sich dann als rettender Engel darstellen möchte, denn es gibt weder einen Skandal, noch muss Traismauer von Frau Wegl gerettet werden! Unsere Stadt hat dieses mediale Geplänkel nicht notwendig!“, ist Stadtrat Rudolf Hofmann empört.