Klimaschutz im Gemeinderat: Römerstadt wird grün. Der Gemeinderat beschloss neue Förderrichtlinien für energieeffiziente Maßnahmen. Sie treten schon mit 1. Juni in Kraft.

Von Alex Erber. Erstellt am 01. Mai 2021 (12:39)
Inge Mölzer vom Werbeverein Wirtschaft Traismauer (WWT) und Bürgermeister Herbert Pfeffer: Förderzuschüsse werden künftig in WWT-Gutscheinen ausbezahlt.
Stadtgemeinde Traismauer, Stadtgemeinde Traismauer

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung weitreichende Maßnahmen in Sachen Klimaschutz beschlossen. SPÖ-Bürgermeister Herbert Pfeffer sprach in einer Aussendung von „Meilensteinen“.

Sie betreffen einerseits die Stadt selbst: Die Gemeinde hat sich zum Ziel gesetzt, für die öffentlichen Bereiche Gemeindeamt, Kindergärten, Volksschulen, Mittelschule, Sonderpädagogisches Zentrum, Musikschule und städtischer Wirtschaftshof in den Bereichen Reinigung, Büromaterial, Papier, IT-Geräte, Straßenbeleuchtung, Lebensmittel, Veranstaltungen, Fahrzeuge, Grünflächen, Haushaltsgeräte sowie Tiefbau (Kanal- und Wasserleitungsbau) eine einheitliche Beschaffungsrichtlinie festzulegen.

In diesem Leitfaden wurden nachhaltige Kriterien im Hinblick auf Ökologie, Ökonomie und Soziales entwickelt. So soll beispielsweise bei der Anschaffung von IT-Geräten auf Gütesiegel wie das Energy-Star-Label geachtet werden.

Mehrweggeschirr

löst Plastik ab

Ein wesentlicher Punkt sind auch Veranstaltungen der Stadtgemeinde, die als „Green Event“ stattfinden sollen. Statt Plastik- ist künftig Mehrweggeschirr Trumpf.

Lebensmittel, Getränke oder Caterings werden wie schon bisher von Nahversorgern beziehungsweise regionalen Produzenten bezogen. Es wird auf Regionalität, biologische Landwirtschaft, Fair-Trade sowie Saisonalität Augenmerk gelegt.

„Der zweite sehr wichtige Beschluss waren die neuen Förderrichtlinien für energieeffiziente Maßnahmen, wie zum Beispiel die Förderung von Biomasseheizungen“, freut sich Bürgermeister Pfeffer.

Die ehemaligen Förderrichtlinien für Alternativenergieanlagen wird nun ab 1. Juni 2021 von den neuen Förderrichtlinien für energieeffiziente Maßnahmen abgelöst. Ziele dieser Förderrichtlinien sind die Verbesserung der Umweltsituation durch Verminderung der CO2-Emission und die Senkung des Energieverbrauches sowie der Ersatz von Importenergie.

Zu den bisherigen Förderungen von Wärmepumpen, solarthermischen Anlagen und Photovoltaikanlagen sind die Richtlinien nun um die Förderung von Biomasseheizungen, Fernwärme und Energieberatungen erweitert worden. Für einkommensschwache Haushalte wurde auch die Förderung von energieeffizienten Produkten mit einem Zuschuss von 20 Prozent, maximal 100 Euro, festgelegt. „Mit dieser neuen Förderrichtlinie wird gleichzeitig nun auch die heimische Wirtschaft gestärkt, denn die Förderzuschüsse werden künftig in Form von WWT-Gutscheinen ausbezahlt“, betont der Stadtchef.