Kunde verärgert: Keine Gutschrift von ÖBB. Traismaurer buchte Hotel in Innsbruck, das jedoch wegen Lockdown schließen musste. Daher trat er geplante Reise mit der Bahn nicht an. Seine Hoffnung auf Kulanz blieb unerfüllt.

Von Alex Erber. Erstellt am 26. November 2020 (03:27)
ÖBB/ Eisenberger

NÖN-Leser Thomas Schulz versteht die Welt nicht mehr: Er hat am 8. Oktober ein Ticket der „ÖBB-Sparschiene“ für die Strecke Traismauer - Innsbruck - Traismauer im Internet gekauft. Die Hinfahrt sollte am 10. November erfolgen, die Rückfahrt am 12. November.

Ebenso hat der Römerstädter ein Hotel in Innsbruck für zwei Nächtigungen am selben Tag gebucht.

Die Folgen sind bekannt: Er konnte die Reise nicht antreten, da das Hotel wegen Lock-Down für Privatgäste geschlossen ist. „Das Hotel hat mir meine erfolgte Zahlung rückerstattet“, berichtet er.

In der Folge fragte er bei den ÖBB nach, ob er eine Gutschrift für sein gebuchtes SparschieneTicket erhalten kann, um die Reise später nach zu holen. Thomas Schulz biss auf Granit und ist sauer: „Ich habe im Oktober nicht wissen können, dass eine Beherbergung in Innsbruck im November durch ,höhere Gewalt‘ nicht möglich sein wird. Am Bahnhof in Innsbruck hätte ich die zwei Nächte auch nicht verbringen dürfen. Ich bleibe also, meiner Meinung nach, unverschuldet auf den Tickets sitzen und bekomme keine Gutschrift.“

Er hätte sich Kulanz erhofft, zumal er nicht auf Rückerstattung des Ticketpreises besteht.

Im NÖN-Gespräch ersucht ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif um Verständnis: „Für die ,Sparschiene‘ gelten ganz besondere Bestimmungen wie kein Umtausch oder kein Storno. Natürlich ist es ein Problem, dass das Hotel geschlossen hat. Die Bahn hat aber ihre Leistung erbracht, die Railjets waren an beiden Tagen plangemäß unterwegs.“