Verkehrssicherheitspaket: „Lösung ist brauchbar!“. Verkehrssicherheitspaket für Traismauer sieht den Erhalt der Eisenbahnkreuzung in der Berghäusergasse vor. ÖBB, Land NÖ und die Stadt investieren rund sechs Millionen Euro.

Von Alex Erber. Erstellt am 14. Februar 2017 (04:57)
NOEN, ÖBB/Beer
„Eine brauchbare Gesamtlösung“: Bürgermeister Herbert Pfeffer, Vizebürgermeister Walter Kirchner und Rudolf Wroblewski, Leiter Projektmanagement bei der ÖBB-Infrastruktur AG (von links).

Die ÖBB investieren jährlich rund 25 Millionen Euro, um die Sicherheit auf Eisenbahnkreuzungen zu erhöhen. Auch im Gemeindegebiet von Traismauer werden neun Eisenbahnkreuzungen aufgerüstet, erneuert oder aufgelassen. Insgesamt investieren die ÖBB, das Land NÖ und die Stadtgemeinde Traismauer rund sechs Millionen Euro in die Sicherheit auf Eisenbahnkreuzungen. Der dafür notwendige Vertrag zum Verkehrssicherheitspaket für Traismauer soll in der bevorstehenden Gemeinderatssitzung beschlossen werden.

Bei sechs Eisenbahnkreuzungen werden die Schranken erneuert, darunter auch bei der Eisenbahnkreuzung in der Berghäusergasse, welche auch weiterhin erhalten bleibt. Der Wermutstropfen: Die Eisenbahnkreuzung Höhe Frauendorf soll aufgelassen werden. „Dafür gibt es Ersatzmaßnahmen im Wegenetz“, verspricht ÖBB-Pressesprecher Karl Leitner.

„Das Schienennetz in Traismauer ist durch die Maßnahmen fit für die Zukunft!“
Rudolf Wrobleski, Leiter Projektmanagement bei der ÖBB-Infrastruktur AG

Die Eisenbahnkreuzung beim Traisen-Begleitweg wird ebenfalls aufgelassen. Als Ersatzmaßnahme wird der Weg künftig unterhalb der Eisenbahnbrücke verlaufen. Da auf der Strecke Tulln – St. Pölten ab 2018 auch längere Zuggarnituren zum Einsatz kommen, muss die Eisenbahnkreuzung Reidlinger Straße in Gemeinlebarn aufgelassen werden, damit die erforderliche Bahnsteiglänge der Haltestelle hergestellt werden kann (die NÖN berichtete ausführlich). Damit ist auch der Erhalt der Haltestelle gewährleistet.

In Gemeinlebarn „fällt“ Eisenbahnkreuzung

Der Bahnsteig wird in Richtung Osten verlängert, um die erforderliche Länge vom 160 Metern zu erreichen.

Nördlich der Bahn, im Bereich der aufzulassenden Eisenbahnkreuzung, wird der frei werdende Platz für die Schaffung von Pkw-Stellplätzen verwendet.

Rudolf Wroblewski, Leiter Projektmanagement bei der ÖBB-Infrastruktur AG, lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde und dem Land NÖ: „Wenn mehrere Partner gemeinsam an einem Strang ziehen, dann profitieren die Kunden von einer modernen Infrastruktur. Das Schienennetz in Traismauer ist mit den getroffenen Maßnahmen fit für die Zukunft.“

Traismauer fit für die Zukunft

SP-Bürgermeister Herbert Pfeffer zeigt sich zufrieden über die bevorstehende Einigung: „Ich bin überzeugt, dass wir hier gemeinsam für die Stadtgemeinde Traismauer und ihre Bürger eine brauchbare Gesamtlösung gefunden haben. Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Gemeinderat können wir die Eisenbahnkreuzung bei der Berghäusergasse erhalten und durch weitere Maßnahmen die Verkehrssicherheit in unserer Gemeinde weiter steigern.“

Die Stadtgemeinde habe erwirken können, dass eine Auflassung der Eisenbahnkreuzung Höhe Frauendorf („Himmelreich“) nur durch Ersatzmaßnahmen im Wegenetz erfolgen darf, die für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung im betroffenen Gebiet unbedingt notwendig seien.

Der Stadtchef ergänzt: „Traismauer verfügt über eine gute Bahnanbindung, welche auch einen wichtigen Standortvorteil für unsere Gemeinde darstellt, umso wichtiger ist es daher, dass auch für den Erhalt der Haltestelle Gemeinlebarn eine gute Lösung gefunden wurde. Denn auch weiterhin müssen Personenzüge für unsere Schüler und Pendler in Gemeinlebarn halten!“

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