Michael Redl verzichtet auf Mandat in Traismauer. Michael Redl wird Gemeinderat nicht angehören. Er sieht aktuell keine Chance, seine Ideen auf Stadt-Ebene umzusetzen.

Von Günther Schwab. Erstellt am 11. März 2020 (03:35)

Ein Gesicht war bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung überraschenderweise nicht zu sehen: Michael Redl, Listen-Zweiter der VP. In Zukunft wird das nicht anders sein. Redl gab bekannt, dass er auf sein Mandat verzichte. „Die Gemeinderatswahl hat gezeigt, dass Zusammenhalt und neue Ideen bei der Bevölkerung gut ankommen. Ich bin stolz, so viele Vorzugsstimmen erreicht zu haben und möchte mich bei meinen Wählern bedanken“, so Redl. Seine Vorstellungen auch in die Tat umzusetzen, erscheine ihm momentan auf Stadtpartei-Ebene aber nicht möglich, erklärt er den Entschluss.

Übernehmen wird das Mandat Bruno Buchegger aus Stollhofen, Beamter in der Brückenbauabteilung des Landes.

Erhalten bleiben will Redl der Partei dennoch: „Ich werde mich aufgrund des Zuspruchs weiter für die VP einsetzen und weiter als Ortspartei-Obmann Gemeinlebarn versuchen, meine Ideen zu realisieren.“

Leicht gemacht hat sich Redl diese Entscheidung nicht, war er doch als stellvertretender Klubsprecher des VP-Gemeinderatsklub vorgesehen. Gemeindepartei-Obfrau Veronika Haas „schmerzt der Verzicht“: „Es ist äußerst bedauerlich, dass am Tag der konstituierenden Sitzung dieser Schritt gesetzt wurde, aber wir müssen als Gemeindepartei diese persönliche Entscheidung akzeptieren.“ Redl sei ein junger, engagierter, fähiger Mann, habe sich im Wahlkampf intensiv eingebracht und bei der Wahl hohe Zustimmung erlangt.

Vereinbart war, dass sich beide Gemeinlebarner Spitzenkandidaten (Anmerkung: Veronika Haas und Michael Redl) mit ähnlicher Anzahl an Vorzugsstimmen die Periode 2020-2025 teilen. „Erfreulich ist es, dass Michael Redl als Ortsparteiobmann Gemeinlebarn weiter tätig sein wird und sein Fokus auch auf den ÖAAB gerichtet ist. Wir haben ein gutes Einvernehmen und ich bin sicher, seine Zukunft als Gemeinde-Politiker wird kommen“, so Haas.