Umzug: Die Piraten hatten die Mehrheit. Fasching / Rund 60 Gruppen zogen von Oberndorf in die Innenstadt. Dabei wurden die Teilnehmer von hunderten Besuchern bestaunt.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
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Die Gerstbauer-Klasse flog mit den selbst gebauten Eurofightern durch die Straßen.
Von Hans Kopitz

HERZOGENBURG / Nach fünf Jahren Pause gab es wieder einmal einen Faschingszug - und was für einen. Hunderte Leute standen entlang den Straßen, als sich der Zug mit rund 60 Gruppen - davon viele auf Fahrzeugen - punkt 13.13 Uhr von der Oberndorfer Ortsstraße Richtung Innenstadt in Bewegung setzte. Auch die Schüler aller drei Schulen waren vertreten und hatten zahlreiche Ideen umgesetzt. Von der Steinzeit über das Mittelalter bis zur Zukunft war alles anzutreffen.

Die Zeitungs- und Fernsehberichte über die Regierung in den vergangenen Wochen dürften am Volk doch nicht spurlos vorübergegangen sein - denn die Piratenschiffe hatten bei diesem Umzug die Mehrheit.

"Einöder Seeräuber" prämiert

Den ersten Preis bekamen übrigens die Einöder Florianis, sie segelten mit dem schönsten Schiff durch die Straßen, gefolgt von den VP-Piraten, den Rieder- und den Borger-Piraten, die aber hauptsächlich weibliches Personal an Bord hatten. Wahrscheinlich hat auch hier die Emanzipation schon durchgeschlagen.

Die FP sah man - wie könnte es anders sein - mit einem Wagen blauer Schlümpfe und die Betriebsseelsorge stellte das gemeine Volk dar, das gerupft wurde. Der Klub am Montag war als EU unterwegs, die Oberndorfer Florianis als Wikinger, die Faschingsgilden-Frauen als Hexen und Volksschullehrer Franz Gerstbauer flog mit seinen Schülern in selbst gebastelten „Eurofightern“ über den Rathausplatz. Sehenswert waren auch der rollende Hendlstall der Rosentenne und die Zeitlos-Bar sowie das Rote Kreuz, das Spitzen für alle möglichen und unmöglichen Weh-Wehs verteilte.Alles in allem ein gelungenes Fest, an dem sich sicher rund 2.000 Menschen beteiligten.

Bei der Preisverleihung siegten - verdienterweise - die Einöder Seeräuber vor den Oberndorfer Wikingern, den Rieder-Piraten, dem Hendlstall, dem Klub am Montag, der Betriebsseelsorge dem Borger und der Volkspartei, die allen einen Geschenkskorb erhielten.

Die größte Gruppe waren die 75 Chinesen aus der Hauptschule, die einen Einkaufsgutschein der Herzogenburger Wirtschaft mitnehmen durften.