Nach Personensuche: Lkw-Lenker ist wohlauf. Tonnenschwerer „Brummi“ stand stundenlang vereinsamt vor einem Betrieb. Der Zündschlüssel steckte, die Fahrertür stand weit offen. Doch vom Chauffeur fehlte jede Spur.

Von Alex Erber. Erstellt am 07. Juli 2019 (03:07)
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Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Statzendorf durchkämmten die Böschung des Fladnitzbachs, doch der Vermisste konnte nicht gefunden werden.

Die Suche nach einem vermissten Lkw-Lenker hat Polizei und Feuerwehren am Beginn der Vorwoche stundenlang in Atem gehalten.

Der Türke hatte seine Fracht am frühen Vormittag ordnungsgemäß bei einem Unternehmen in Unterwölbling abgeladen. Zur Mittagszeit befand sich dann das Fahrzeug noch immer in der Nähe des Betriebes. Auch am Nachmittag. Am frühen Abend, gegen 16.30 Uhr, verständigte eine Mitarbeiterin der Firma schließlich die Polizei, der sich beim Eintreffen ein seltsames Bild bot. Der Zündschlüssel steckte, die Fahrertür stand offen. Vor dem Lkw stand ein kleiner Tisch, daneben ein kleiner Griller; alles vorbereitet für eine Jause. Allein vom Fahrer fehlte jede Spur.

Die Polizei kontaktierte in der Folge die Universitätskliniken St. Pölten und Krems. Fehlanzeige. Die Beamten setzten sich mit der Notrufzentrale in Verbindung. Fehlanzeige. Eine Hundestaffel rückte an, um nach dem Vermissten zu suchen. Fehlanzeige.

Schließlich wurden die Feuerwehren Unterwölbling, Statzendorf und Hausheim-Noppendorf alarmiert, die sich mit rund 60 Mann an der Suche beteiligten. Die Statzendorfer Florianis suchten beispielsweise die Uferböschung des Fladnitzbachs ab. Doch auch die Silberhelme hatten keinen Erfolg. Gegen 22 Uhr wurde die Aktion aufgrund der einbrechenden Dunkelheit abgebrochen.

„Ich verlor die Orientierung“

Eine Fortsetzung gab es nicht. Am nächsten Tag tauchte der 46-Jährige um 6 Uhr wohlbehalten bei seinem Fahrzeug auf. „Ich musste die Ruhezeit einhalten“, erklärte er. Daher sei er spazieren gegangen, habe aber aufgrund der für ihn unbekannten Umgebung die Orientierung verloren und sich verirrt. „Aber irgendwie bin ich dann doch noch zum Lkw zurückgekommen“, schilderte er der Exekutive den Grund seines Verschwindens.