Region Herzogenburg: Hoffnung auf Urlaub besteht. Viele haben Winterurlaub bereits gebucht. Jetzt heißt es warten, wie sich die Lage in den nächsten Wochen entwickelt.

Von Hans Kopitz, Günther Schwab, Peter Nussbaumer und Beate Steiner. Erstellt am 25. November 2020 (03:53)
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Laut einer Umfrage des Market-Institutes will heuer die Mehrheit der Österreicher im Winter nicht oder eher nicht verreisen.

Herzogenburgs Volksbank-Letier gehört nicht dazu: „Wir haben den Ski-Urlaub schon gebucht, und zwar für die Semesterferien. Da fahren wir wie jedes Jahr zum Falkensteiner-Hotel am Katschberg und hoffen natürlich, dass wir auch diesmal dort den Urlaub verbringen können“, blickt er positiv in die Zukunft.

NOEN

Auch Kulturstadtrat Kurt Schirmer junior plant einen Skiurlaub, aber erst im Jänner kommenden Jahres. Es soll ein Geschenk für seinen Vater sein, denn der feiert da seinen 60. Geburtstag. „Wir fahren eigentlich jedes Jahr, denn mein Vater ist ein begnadeter Skifahrer. Aber auch mit meinem besten Freund bin ich im Winter zumindest ein Wochenende skifahrend unterwegs. Ob es allerdings mit dem Urlaub diesmal etwas wird, steht coronabedingt noch in den Sternen. Wir haben auch noch nicht gebucht“, erklärt der der junge und sportliche Stadtrat.

Der durch die Kulturveranstaltungen bekannte Gastwirt Walter Kahri aus Murstetten ist auch begeisterter Hobbysportler, der mit seinen Erfolgen im Tennis und Skifahren schon aufhorchen ließ. Kahri: „Ich bin immer gerne den ganzen Winter Ski gefahren. So wären wir jetzt aufs Kitzsteinhorn gefahren, aber dieser Urlaub ist abgesagt. Aber wenn es möglich ist, dann möchte ich mit meinen Freunden Ende März den jährlichen Entspannungsskiurlaub verbringen.“

Appartment und wenig Kontakt zu Anderen

Alexander Schläger, Arbeiter aus Traismauer, freut sich ebenso auf den Skiurlaub: „Meine Familie und ich haben auch für den kommenden Winter einen Winterurlaub in der Nähe der Reiteralm geplant. Nur ein weiterer Lockdown in den Semesterferien würde mich von dem Vorhaben abhalten. Derzeit gehen wir davon aus, dass zu dieser Zeit ein Skiurlaub auch möglich ist. Wir werden dabei ein Appartement mieten und nur wenig Kontakt zu anderen Menschen haben.“

„Wenn ein Land aufmacht, bin ich dahin wie ein Vogerl“, schildert Niclas Wright, Geschäftsführer von Gärtner Reisen, seinen persönlichen Lockdown. Das Reisebüro Gärtner in der Landeshauptstadt ist bis 7. Dezember geschlossen, die Mitarbeiter sind täglich vormittags telefonisch zu erreichen. Und das Telefon klingelt öfter.

„Viele fragen nach, wie die Situation zu Weihnachten ausschauen wird“, so Wright. Zahlreiche Buchungen gibt es zum Beispiel für die Kanaren, aber auch für die Malediven. „Dort sind allerdings nicht alle Hotels offen“, weiß Niclas Wright. Nachgefragt ist auch Thailand. „Da müssen Urlauber allerdings zunächst 14 Tage in Quarantäne gehen. Wer aber will schon zwei Wochen im Hotelzimmer sitzen?“, fragt der Reiseprofi und schildert sein „Sehnsuchtsprogramm“: „Ich versuch‘ mir innerlich dieses Urlaubsgefühl zu verschaffen – ich streune virtuell durch die Straßen von Bangkok und kann dabei sogar das Streetfood riechen.“

Umfrage beendet

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